Frage Realschule oder Gymnasium für "Wackelkandidaten"?

7 Jahre 2 Monate her #119489 von happykids

Hallo,
unsere beiden Jungs hatten - der eine in der Realschule, der andere im Gymnasium - große Defizite in Englisch. Da hat die Grundschul-Vorbildung an allen Ecken nicht gereicht. Tipp: wenn der Übertritts-Stress vorbei ist, die Zeit bis zum Beginn der 5. Klasse privat nutzen, um gute Grundlagen in Englisch zu schaffen. So kann der "Frust" über dieses Fach zumindest umgangen werden. (Weiß man aber leider erst beim zweiten...)

Bitte Anmelden oder Registrieren um der Konversation beizutreten.

7 Jahre 2 Monate her #119491 von GieSingers

Hallo Wiederda,
wir waren 2016 in der gleichen Situation.
Vom Schnitt her hat's gereicht (ohne "Fremdarbeit" dann mit 2,33 - für alle irgendwie überaschend) aber wir haben ihn entscheiden lassen und nicht gedrängt.

vor allem weil "er ist nicht besonders ehrgeizig" war (wie auch Du schreibst)
Und jetzt? 5 Klasse Ganztagsklasse Real zeigt sich entweder das "Vorpubertäre" oder er hat das mit "Ganztagsschule heißt, keine Hausaufgaben daheim" zu stark verinnerlicht. Wenn er 16:30 heimkommt ist es schlichtweg kaum möglich etwas nachzubereiten wenn er nicht will (zB Vokabeln) oder die Lehrer nicht explizit etwas verlangen. so kam es schon zu einigen "Ausrutschern" die er aber nicht tragisch nimmt.

Wir haben keine Erfahrung vom Gymnasium, aber wenn die Kinder nicht mithelfen ist auch die Realschule für "normale" Kinder (zumindest im Ganztag) ganz schön fordernd. Wir sind aber streßfrei, da er gerne hingeht, das SetUp sehr gut findet (pro Tag nur 3 Fächer á 2 Doppelstunden) und das Wahlfachangebot ziemlich gut ist. D.h. er hatte in der Schule Spaß und wir gehen davon aus daß die Motivation und der Ehrgeiz von selbst kommt. Wir bieten unsere Hilfe an, zwingen sie aber nicht auf und machen klar daß es seine Entscheidung ist welche Noten er möchte (und jetzt bitte keine Aufschrei, machen wir halt so - auch wenn es Nerven wie Drahtseile benötigt)

Und noch ein Kommentar zu englisch: Das Niveau der Grundschule ist dermassen unterschiedlich daß es die ersten Wochen genügend Tränen gab weil der Stoff der GS vorausgesetzt wird, die Lehrerin dort aber sagte "Ihr müßt nix lernen, wird alles von Vorne begonnen" - tja, aber mit welchem Speed. Also auch mein Tip, noch ist Zeit, mit Ruhe und Spaß die Englisch-Inhalte "vernünftig" anzuschauen. Aber vielleicht seid ihr an einer GS in der in Englisch auch Hausaufgaben und Tests fällig sind; war es bei uns leider nicht und ich finde das unverantwortlich...

Alles Gute

Giesingers

Bitte Anmelden oder Registrieren um der Konversation beizutreten.

7 Jahre 2 Monate her #119493 von Marianne

Hallo,

die Lehrkräfte müssen in Englisch so schnell vorgehen. Einmal wegen des Stoffes und zum anderen sitzen Kinder in der Klasse, die vielleicht sogar in den Isar-Schulen waren und dort ein sehr gutes Englisch gelernt haben. Diese Kinder würden sich langweilen, wenn noch einmal langsam von vorne begonnen würde. Aber, spätestens Ende der fünften Klasse sind alle auf einem Niveau. Nur, bis dahin müssen die Kinder, die so viel wie gar kein Englisch hatten, halt viel lernen, auch wenn sie das so überhaupt nicht kennen.

Viele Grüße

Marianne

Bitte Anmelden oder Registrieren um der Konversation beizutreten.

7 Jahre 2 Monate her #119494 von Bigs

Marianne schrieb:
die Lehrkräfte müssen in Englisch so schnell vorgehen. ...sitzen Kinder in der Klasse, die vielleicht sogar in den Isar-Schulen waren und dort ein sehr gutes Englisch gelernt haben. Diese Kinder würden sich langweilen, wenn noch einmal langsam von vorne begonnen würde.


Schade, daß immer an den guten Schülern gemessen wird, und nicht der Durchschnitt betrachtet wird, oder gar das schwächste Glied.
Die "schlechten" Kinder, die nicht in die Schublade passen, verlieren grundsätzlich.

Bitte Anmelden oder Registrieren um der Konversation beizutreten.

7 Jahre 2 Monate her #119495 von larissa

Ich möchte auch noch was anmerken: Es gibt große Unterschiede zwischen den einzelnen Gymnasien vom Niveau her. Meine Kinder sind auf zwei verschiedenen Gymnasien und da ist schon ein klarer Unterschied. Das hängt meines Erachtens zum einem vom Leiter der Schule ab, zum anderen vom Zweig, aber auch von der Lage in der Stadt. An Schulen an denen Latein gelernt werden MUSS, sind deutlich mehr Akademikerkinder, die natürlich auch nicht schlauer sind als andere, aber von den Eltern besser gefördert werden. An diesen Schulen und ganz besonders an den humanistischen ist das Lernniveau schon höher. Kinder, die keine Unterstützung von zu Hause bekommen, haben es hier schwer.
Wer seinem Kind eher eine eher "entspannte" Schule suchen will, der nimmt ein Gymnasium mit einer möglichst bunt gemischten Schülerschaft, an der die Kinder aus dem nahen Umkreis kommen und nicht wegen einer bestimmten Schule einen weiten Anfahrtsweg auf sich nehmen. Am "leichtesten" ist es meiner Erfahrung nach im naturwissenschaftlichem oder wirtschaftswissenschaftlichen Zweig.

Bitte Anmelden oder Registrieren um der Konversation beizutreten.

7 Jahre 2 Monate her #119496 von muc10

Hallo Marianne,
die Grundschulen in Bayern sind nicht ohne Niveauunterschiede. Es gibt Schulen, die reichen Jahrgänge nahezu komplett ans Gymnasium weiter, andere selektieren stark. So kann sowohl der Anspruch als er der Bewertungsschlüssel für eine HSU-Probe in zwei benachbarten Grundschulen stark variieren.
LG

Bitte Anmelden oder Registrieren um der Konversation beizutreten.

7 Jahre 1 Monat her #119509 von Milena

Ich denke mit einem Grundschulkind und Bekannten rundherum kann man ganz gut einschätzen, wie die Noten und die Anforderungen an der Grundschule im Vergleich zu anderen Grundschulen sind. Wenn es viele guten Noten bei wenig Hausaufgaben gibt, kann der Aufschlag im Gymnasium recht hart werden.... andere Grundschulen sind streng und es ist nicht gerade lustig und viele schaffen den Übertritt nicht, aber dafür ist es im Gymnasium leichter.
Meine Kinder haben z. B. in der dritten und vierten Klasse jeweils ca 1,5 Stunden Hausaufgaben gemacht, obwohl sie sich wirklich ran hielten. Manche andere Mütter konnten dies kaum verstehen, da ihre Kinder die Hausaufgaben immer gleich in der Schule und während des Unterrichts gemacht hatten und allenfalls noch zehn Minuten daheim etwas gemacht werden musste. Dann ist der Unterschied zum Pensum am Gymnasium schon gewaltig.

Bei meinem Sohn waren Kinder mit 1,33 oder 1,66- Schnitt von anderen Schulen, die nach ein oder zwei Jahren auf die Realschule gewechselt sind, weil sie sonst wiederholen hätten müssen. Andererseits ist mein Sohn jetzt im Schnitt eine halbe Note besser als in der Grundschule, von 2,0 auf jetzt 1,5. Das muss man alles nicht unbedingt verstehen, aber trotz Lehrplan ist doch die Vorgehensweise sehr unterschiedlich.

Man kann sich den Frust der Kinder vorstellen, die mit guten Noten aufs Gymnasium kamen und es gleich wegen schlechter Noten wieder verlassen mussten.

Man sollte daher die Noten und den Arbeitsaufwand im Vergleich zu anderen realistisch einschätzen können.

Bei der Nachmittagsbetreuung sollte auch darauf geachtet werden, wer die Kinder betreut. Bei uns war dies in der 5. Klasse eine Schülerin aus der 9. Klasse, die sich natürlich nicht durchsetzen konnte und auch den Schülern nicht weiterhelfen konnte, wenn Fragen waren. Damit waren die Hausaufgaben oft lückenhaft und gerade die Eltern, die sich Hilfe oder etwas Unterstützung bei den Hausaufgaben erwartet hatten, waren sehr enttäuscht. Überall kam ein hübscher Stempel hin, dass die Hausaufgabe gemacht wurde, aber sie wurde überhaupt nicht angesehen. Ich erwarte keine Nachhilfe, aber wenn in einem Aufsatz im Titel drei eklatante Schreibfehler (aus Laxheit) sind, dann sollte man das nicht nur abstempeln, sondern dem Kind noch mal zur Durchsicht geben, vor allem, wenn noch viel Zeit ist. Später war dann ein Lehramtsstudent als Betreuer da, dann ging es besser, aber das weiß man natürlich nicht vorher.

Es ist wirklich absolut nervtötend, wenn das Kind und man selbst zwischen vier und fünf heimkommt und man dann feststellt, dass die Hausaufgaben nicht richtig erledigt wurden oder vieles nicht erledigt wurde, weil man die Aufgabenstellung nicht verstanden hatte. Kind meint, es sei doch fertig, der Tutor habe die Hausaufgabe abgestempelt und Mutter meint, dass es so auf die Dauer nicht geht....

Bei einer Ganztagsschule wird die Hausaufgabenzeit von einem Lehrer betreut, das mag zwar naturgemäß nicht der Fachlehrer sein, aber meistens klappt es besser mit Ruhe und Disziplin und den einen oder anderen Tipp gibt es dazu.

Daher kann ich nur dringend dazu raten, Art und Qualität der Hausaufgabenbetreuung und Nachmittagsgestaltung mit zu bewerten und gewichtig in die Entscheidung mit einfließen zu lassen.

Bitte Anmelden oder Registrieren um der Konversation beizutreten.

6 Jahre 8 Monate her #119619 von nici08

Hallo Toffi (oder vielleicht freundin05?)
auch hier bedienst Du Dich an einem 6 Jahre alten Beitrag eines anderen Forums. Vielen Dank!!! Auf solche wie Dich können wir hier verzichten!!!
www.urbia.de/archiv/forum/th-3282999/rea...oll-ich-nur-tun.html
nici

Bitte Anmelden oder Registrieren um der Konversation beizutreten.