Frage Alternative zur Regelschule

5 Jahre 8 Monate her #114838 von daiserfisch

liebe füamama,
darf ich fragen, auf welcher schule deine kinder sind? gerne auch per pn, wenn du es hier nicht öffentlich schreiben magst.
danke!
daiserfisch

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5 Jahre 8 Monate her #114839 von Ricky

@füamama: nein, ich bin nicht für die Herdprämie und ich finde sehr vieles nicht gut am bayerischen Schulsystem (dass es in München kaum noch Realschulen gibt, G8, Trennung der Kinder nach der 4. Klasse etc)
Und ich weiß auch, dass in vielen Familien beide Eltern ganztags arbeiten müssen und ihre Kinder deswegen in einer möglichst guten Ganztagsschule oder in einem Hort unterbringen wollen.
Ich denke aber auch, dass das für Kinder nicht optimal ist.

In der 3. Klasse meiner Tochter beispielsweise sind 23 Kinder. 7 davon essen Mittags zu Hause, 9 sind bis 14.30 h in der Mittagsbetreuung und 7 gehen bis 16.30 oder 17 h in den Hort.
Vor allem die Kleinen im Hort drehen echt am Rad. Die Lehrerin hat zu mir mal gesagt, dass die Hortkinder deutlich hinter ihren Leistungen liegen, weil sehr viele einfach total überfordert sind. Immer in der Gruppe, keine Rückzugsmöglichkeit, keine Möglichkeit einfach auch mal eine Stunde ganz allein zu sein. Immer Gruppenstress!
Manche Kinder packen das besser, andere schlechter.

Unser Nachbarsjunge beispielsweise kommt so um 16.45 nach Hause und dann öffnet seine Mutter noch mal den Ranzen um die Hausaufgaben zu kontrollieren. Das find ich nicht kindgerecht. Der Junge hat außerdem überhaupt nicht gelernt, sich mal alleine zu beschäftigen. Wenn der keinen Spielkameraden hat ist er aufgeschmissen.

Rhythmisierte Ganztagsklassen haben zwar den Vorteil, dass der Ranzen zu bleiben kann am Abend, aber die Kinder haben genauso immer den Druck in einer ihnen aufgezwungenen Gemeinschaft zu sein, der sie nicht auskommen können. Und viele der Kinder sind dann auch noch in den Ferien im Hort, weil die Eltern nicht so viel Urlaub haben.

Ich weiß, es gibt hier viele Zwänge und manchmal geht es einfach nicht anders. Aber zumindest in den Familien, in denen nur einer Vollzeit und einer Teilzeit arbeitet, ist es meiner Meinung schon der Überlegung wert, ob man sein Kind nicht lieber Mittags nach Hause lässt oder einzelne Tage in eine Mittagsbetreuung gibt, damit die Kinder den Nachmittag selbstbestimmt verbringen können.

Mein Mann arbeitet Vollzeit und ich 30 Stunden die Woche. Und vor allem die Ferienorganisation ist nicht einfach, weil wir keine Großeltern in der Nähe haben. Aber meine Kinder sitzen nach dem Mittagessen auf dem Sofa und chillen, machen dann so um 14.30 ihre Hausaufgaben und haben dann den Nachmittag um mit dem Rad Freunde zu besuchen oder in den Park zu gehen oder einfach mal gar nichts zu machen.

Ricky

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5 Jahre 8 Monate her #114840 von Dublina

Wow, Ricky, wie machst du das? Ich arbeite weniger als 30 Std, würde es aber trotzdem nicht schaffen, täglich zum Mittagessen (das ich ja dann wohl auch noch kochen müsste) zu Hause zu sein. Bin froh, dass mein Kind einen Hort an der Schule hat. Klar, Kind muss/soll nicht immer bis 16:30 oder noch später im Hort sein, wenn möglich, hole ich früher ab, zumindest an einzelnen Tagen. Aber ich bin sehr froh über die Möglichkeit Kind auch mal dort zu lassen, wenn überraschend viel Arbeit anfällt. Oder sonstige Erledigungen gemacht werden müssen, die ohne Kind besser/schneller gehen.
Ähnliches gilt für die Ferien: Ohne Großeltern UND ohne Hort kann ich mir nicht vorstellen (es sei denn, man schickt die Kinder zu irgendeinem Ferienprogramm, das kann toll sein, ist aber dann auch wieder nicht "selbstbestimmte Spielzeit".)

Wenn ich andererseits nachrechne: Du sagst, 14:30 werden die Hausis gemacht. Bei uns in der Schule wird ca. 1 Std für die Hausaufgaben veranschlagt. In der Hausaufgabenbetreuung klappt das nicht immer, aber meistens. Aber ich kenne mein Kind: Wenn doch mal zu Hause Aufgaben gemacht werden müssen (z.B. am Wochende, da freitags keine Hausaufgabenbetreuung geboten wird), dann sitzt es da und kaut am Stift und sucht Ablenkungen und streitet dann auch gerne mal mit der Mama oder wer immer gerade da ist (eben gehabt, seufz...). Also kann ich für die Hausaufgaben locker 1,5 Std oder sogar noch mehr veranschlagen, plus Risiko, dass hinterher gereizte Stimmung ist.
Dann kommt dazu, dass die meisten Mittags-heimgeh-Kinder, die ich kenne noch Nachmittagsaktivitäten haben, z.B. 1x pro Woche Musikinstrument, 1x pro Woche irgendeinen Sport (und das ist noch wenig!). Musikinstrument macht meins im Hort. Sport läuft extra - an dem Tag hole ich früher ab, dann geht's zum Sport und normalerweise sind wir dann eher später zu Hause als an einem "normalen" Horttag.

Was ich sagen will: Soo viel mehr selbstbestimmte Spielzeit springt leider auch nicht raus, wenn die Kinder mittags heim kommen. Ich gebe dir aber recht, dass solche Zeit auch sehr wichtig ist. Deshalb versuchen wir z.B. unser Wochenende nicht komplett mit Aktivitäten zuzuballern, mindestens ein Tag einfach "nur zu Hause" wird von unserem Kind auch deutlich eingefordert.

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5 Jahre 8 Monate her #114841 von ibilile

Ich schließe mich Ricky an. Ohne Hort mit Ferienbetreuung würde ich nichts schaffen.

In der Klasse meines Sohnes sind 21 Kinder. Es gibt 3 x 1. KLasse mit insgesamt 63 Kindern. Davon geht gut 1/3 in den Hort, der zur Schule gehört, ein kleinerer Anteil geht in die Mittagsbetreuung bis 14h oder 15h30. Der kleine Rest wird Mittags abgeholt, weil die Eltern keine Arbeit haben.

Montags hole ich meinen Sohn früher vom Hort ab, Di/Mi/Do ist er bis 16h30 im Hort und Freitag hole ich ihn früher für Sprachunterricht ab. bald wird er Mittwochs Musik haben, da werde ich früher kommen müssen um zu versuchen die Hausis vorher zu machen. Im Hort haben sie die Kids gut im Griff und die Hausis sind gemacht. In 5 min. habe ich sie abends angeschaut. Manchmal muss was nachgebessert werden, aber dafür kann der Hort nichts;-)

Ich würde es auch besser finden, wenn mein Kind mehr Freizeitaktivitäten ohne Stress haben könnte, gerade in der 1. Klasse wo alles noch easy ist, aber leider geht es nicht immer...

VG

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5 Jahre 8 Monate her #114842 von Ricky

Ist nur eine Sache der Organisation, zwei Tage in der Woche sind die beiden Nachbarskinder bei uns zum Mittagessen und bleiben bis 14 Uhr. An zwei Tagen sind meine bei den Nachbarn bis um 2 und Freitags ist mein Mann um 13 Uhr zu Hause.
Ich arbeite am Freitag 9 Stunden, an zweien 6 Stunden und an den restlichen 4,5 Stunden. Allerdings fange ich sehr früh an, die "Morgenschicht" übernimmt mein Mann.
Ich koche also zwei Tage in der Woche und das macht so einen Spaß für einen vollen Tisch zu kochen und zu hören was so los war in der Schule.

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5 Jahre 8 Monate her #114843 von ibilile

Mein Mann kann weder in die Schule bringen noch vom Hort abholen... Aber für mich paßt unsere Lösung...

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5 Jahre 8 Monate her #114844 von Dublina

Ricky schrieb: Ist nur eine Sache der Organisation.

Das hört man doch immer gern :dry:
Manche haben z.B. keine "passenden" Nachbarskinder für einen derartigen Austausch. Manche können die Morgenschicht nicht dem Mann überlassen, warum auch immer. (Wobei ich grundsätzlich absolut zustimme, dass auch Mann mal seine Arbeitszeit reduzieren bzw. auf Kinder einstellen darf - hat meiner auch gemacht.) Und wie du das mit den Ferien handhabst, ganz ohne externe Betreuung ist mir immer noch nicht klar. Teilweise können wir es auch so aufteilen, dass z.B. ich vormittags arbeite und mein Mann erst mittags in die Arbeit geht, so dass den ganzen Tag jemand zu Hause ist. Aber ab und zu WILL mein (Einzel-)Kind in den Ferien auch in den Hort, da werden nämlich die Freunde und tolle Unternehmungen geboten.
Dafür wird bei uns halt am Abendbrottisch vom Tag berichtet *schulter zuck*

Aber es kommt auch auf's Kind an. Meins ist nach einem Horttag noch lange nicht "tot", sondern geht ggf. auch gern noch um 17:30 mit Nachbarskindern spielen.

Ist jetzt aber alles ziemlich weit vom Ausgangsthema weg...

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5 Jahre 8 Monate her #114845 von michimama

Ob das Kind abends tot ist oder nicht kommt auf´s Kind an. Meine geht auch in den Hort, ich arbeite Teilzeit an drei Tagen bis 17:00. Ich kann nicht einfach früher anfangen sondern muss mich an vorgegebene Zeiten halten. Also nicht nur eine Frage der Organisation. Meine Tochter geht gern in den Hort, das sind hinter ihrer Leistungsfähigkeit herhinkt glaub ich nicht. 3.Klasse und überwiegend Zweier, mal ne Eins, mal ne Drei sind für uns alle völlig in Ordnung. Kann schon sein das sie mehr Einser schreiben würde, wenn ich jeden Nachmittag mit ihr lernen würde, vielleicht wären die Hausaufgaben ordentlicher aber das ist mir wurscht.
Für uns ist Hort eine super Lösung.

Und stimmt, die eigentliche Frage war ob Regelschule oder nicht. Kommt auch auf´s Kind an. Und natürlich ist die Trennung ab der 4. Klasse und das Turbogymnasium dringend reformbedürftig. Ein Kind, bei dem Schwierigkeiten zu befürchten sind mit Konzentration und Lerntempo würde ich nicht auf eine normale Regelschule packen.

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5 Jahre 8 Monate her #114847 von Flädlesuppe

Apropos Privatschulen: Kürzlich war mich mit dem Sportverein meines Sohnes übers Wochenende auf einem Turnier. In der Gruppe, die ich betreute, waren 4 Waldorfschüler zwischen 8 und 9 Jahren. Diese Kinder waren nicht in der Lage, ein Formular mit ihrem Nachnamen und ihrem Geburtsdatum auszufüllen. Ich war echt geschockt. Alle, wirklich ALLE Regelschüler in diesem Alter hatten damit keinerlei Probleme. Wenn ein Kind mit 8 oder gar 9 Jahren weder Nachnamen noch Geburtsdatum zu Papier bringen kann, hat die Schule eindeutig ihren Bildungsauftrag verfehlt. Meines Erachtens geht diese "Kuschelpädagogik" total am Zeitgeist vorbei. In Studium, Ausbildung und Berufsleben fliegt diesen verzärtelten Kindern dann die Realität knallhart um die Ohren.

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5 Jahre 8 Monate her #114848 von Nila

Ich muss Flädlesuppe vollkommen zustimmen. Eine Freundin meiner Tochter (1,5 Jahre älter) kennt auch weder ihre Telefonnummer noch ihre Adresse - auch diese geht in die Waldorfschule.

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5 Jahre 8 Monate her - 5 Jahre 8 Monate her #114858 von tigerbär

Hallo,
schade, wenn Du über die Emile einen elitären Eindruck bekommen hast. Wir sind dort ganz glücklich, weil es eben nicht so elitär, sondern eher bodenständig ist. Und eben auch sehr unterschiedliche Elternhäuser dort zu finden sidn. Vielleicht hat die Präsentation über den weiteren Ausbau etwas den Eindruck erweckt?
LG Tigerbär
@nila und fläddlesuppe: Ist die Schule schuld, wenn die Kinder nicht ihre Adresse und Telefonnummer schreiben können? Also ich wusste nicht, ob das Bestandteil des Lehrplanes ist. Vielleicht beim Briefeschreiben?
Das ist doch Angelegenheit der Eltern, ein Kind alleine in so ein Wochenende zu lassen und dann ist es noch nicht mal zum Ausfüllen eines Formulares in der Lage ;-) Das würde ich jetzt mal nicht der Schule, sondern dem Elternhaus zuschreiben! Mein Kind ist übrigens Montessori-Schüler, der zwar mal die Telefonnummern wusste, aber da wir alle ja inzwischen nur noch auf Adressspeicher drücken, bin ich mir nicht 100% ig sicher, ob er alle noch kann. Allerdings packt er immer von sich aus, Zettel mit unsere Daten ein, wenn er wegfährt oder alleine unterwegs ist. Nach dem Motto: dumm darf man sein, aber man muss ich zu helfen wissen :blink: Name und Adresse kann er natürlich, geht ja nicht in die Waldorf-Schule :evil:

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5 Jahre 8 Monate her #114860 von Mleko

Hallo,

@tigerbär: Ich weiß nicht... Evtl. dass alles so modern ist (aber es ist ja auch eine verhältnismäßig neue Schule), oder auch die Sterilität des Treppenhauses, ich kann's nicht beschreiben. Schade finde ich auch, dass Inklusion kein Thema ist.
Die Leute sind alle sehr sehr nett und kompetent. Von der Leiterin war ich wirklich höchst angetan, wie professionell und souverän sie die Schule und deren Werte präsentierte.

Alles in allem finde ich, muss jeder den Weg gehen, den er sich und seinem Kind zumuten will oder muss. Ich möchte mir nicht anmaßen zu urteilen bzgl. Nachmittagsbetreuung etc. Es hat ja nicht jeder die gleichen Möglichkeiten.
Das wär auch so ein Thema für die Politik, Möglichkeiten zu schaffen, dass wirklich jeder die Wahl hat....

Und warum eigtl. nicht "Kuschelpädagogik", wenn dabei empathische, selbstbewusste und vor allem selbstbestimmte Menschen die Schule verlassen?
Langfristig sollten doch dass die Ziele der Gesellschaft sein, denn die Leistungsgesellschaft bringt wohl immer mehr Patienten hervor.

Lg mleko

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5 Jahre 8 Monate her #114863 von füamama

@nila und flädlesuppe: Ich bin zwar alles andere als ein Fan der Waldorfschulen, aber man sollte, finde ich, schon berücksichtigen, dass die Waldorfschule nach einem komplett anderen Konzept arbeitet als die Regelschule. Auch dort lernen die Kinder schreiben, lesen etc., aber es dauert eben u.U. etwas länger. Dafür sind die Schwerpunkte am Anfang einfach anders gesetzt, hat aber nix mit "Kuschelpädagogik" zu tun.
Wie gesagt: Ich würde mein Kind niemals an die Waldorfschule geben, weil mir die Anthroposophie und diese ganze Steiner-Ideologie nicht gefallen, aber das gleich so polemisch abzuqualifizieren, finde ich nicht in Ordnung. Ich kenne eine Reihe von ehemaligen Waldorfschülern - sie können alle ihren Namen und ihre Adresse schreiben... :) Und auch wenn ich kein Fan davon bin, muss ich doch anerkennen: All diese Freunde sind unglaublich kreative, musische, künstlerische und dabei auch sehr selbstbewusste Menschen - das haben sie zu einem großen Teil der Waldorfschule zu verdanken.

by the way: Warum muss man sich eigentlich verteidigen, wenn man für sein Kind einen anderen Weg als den der Regel-/Sprengelschule wählen möchte? Damit wird doch niemand anderes wegen seiner Entscheidung für die Sprengel-/Regelschule angegriffen, oder?
Mleko sucht ja explizit auch nach dem inklusiven Anteil. Und den hat die Regelschule, obwohl sie es laut UN-Konvention müsste, einfach noch nicht zufriedenstellend (wenn überhaupt) umgesetzt.

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5 Jahre 8 Monate her - 5 Jahre 8 Monate her #114865 von Nila

Hallo füamama,

Ich denke das Problem mit den Privatschulen - auch Gastschulanträge gehören dazu, ist folgendes:

Viele Eltern wünschen sich eine andere Schule für ihr Kind, da der Migrationsanteil der Sprengelschule so hoch ist. Das trifft sicherlich nicht auf alle zu, aber sicherlich auf einige. Daraus folgt, dass immer weniger Kinder aus Mittelständischen und auch Akademikerhaushalten auf ihre Sprengelschule gehen. Dadurch wird es aber noch schwieriger Kinder zu integrieren. Auch das Phänomen von guten und schlechten staatlichen Schulen wird dadurch verstärkt.

Meine Tochter geht auf so eine Schule mit schlechtem Ruf und ehrlichgesagt (trotz einem Anteil nicht deutscher Kinder von 80%) kann ich den Ruf überhaupt nicht nachvollziehen.

Es gibt super engagierte Lehrer und eine tolle Rektorin, es gibt Förderstunden, wenig Gewalt (zumindest bekomme ich die nicht mit) und ein gutes Betreungsangebot durch Ganztagesklassen, Mittagsbetreuung und 3 verschiedenen Horten.

Auch Inklusion ist ein Thema, es gibt jedes Jahr 2 I-Klassen und eine Sprachförderklasse. Alle Klassen haben maximal 20 Kinder. Teilweise 2 Lehrkräfte.

Viele Wissen einfach gar nichts über die Schulen und melden ihre Kinder aufgrund des Rufes anderweitig an.

Ich weiß totale Themaverfehlung :laugh: aber ich wollte das mal gesagt haben.

Lg Nila

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5 Jahre 8 Monate her #114866 von Marianne

Hallo,

ich schließe mich Nila an. Natürlich kann jede und jeder den Weg gehen, den sie oder er für richtig hält. Ich finde aber auch, dass die Sprengelschulen nicht so schlecht sind, wie das hier oft dargestellt wird. Der Übergang vom Kindergarten in die Sprengelgrundschule war überhaupt kein Problem. Die Lehrerin hat den Unterricht schön an den Kindern ausgerichtet. Schon nach einem Tag wusste sie damals, dass die Kinder gerne singen und hat das mit den Kindern dann auch oft gemacht. Sie nahm einfach ihre Gitarre und die Kinder sangen dazu. Sie machte auch dann Pausen, wenn die Kinder sie brauchten, und nicht, wenn sie nach dem Stundenplan gewesen wären.

Ich glaube, das Ganze hängt viel mehr von der jeweiligen Lehrkraft als von der Schule ab. Wieso sollen Kinder mit Migrationshintergrund schlechter sein als rein deutsche? Auch am Gymnasium gibt es viele Kinder mit Migrationshintergrund, die mindestens so gut sind wie viele deutsche Kinder. Der Übergang vom Kindergarten in die Grundschule war bei uns ganz einfach und ohne irgendwelche Probleme. Der große Bruch kam bei uns erst nach dem Übertritt ins Gymnasium, weil meine Tochter in der Grundschule nicht zu viel, sondern viel zu wenig gelernt hat. Lernstress hatten wir in der Grundschule überhaupt keinen und der Druck in der dritten und vierten Klasse kam nicht von der Lehrerin, sondern von den Eltern. Ich habe ohnehin den Eindruck, dass Grundschullehrer bereitwillig gute Noten vergeben, damit sie keine Probleme mit den Eltern bekommen. Die Probleme haben dann die Kinder im Gymnasium, wenn aus den Einsern der Grundschule auf einmal Vierer und aus den Zweiern der Grundschule dementsprechend ganz schnell Fünfer werden.

Viele Grüße

Marianne

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5 Jahre 8 Monate her #114868 von Mleko

Hallo,

Migrationsthema ist bei uns gar kein Problem... Wäre für mich auch kein Grund.... Dass immer Eltern den Stress machen, kann ich nun auch nicht bestätigen. Bei uns zumindest nicht.
Ich finde dass schlechte Noten in der Grundschule nichts verloren haben. Oder überhaupt Noten.... Bringen Angst, Druck, Kinder werden demotiviert....
Lehrer ist sehr wichtig, aber auch ein Lehrer muss menschliche Lehrbedingungen haben. Bei uns sind es 27 Kinder in der Klasse. Am nächsten Gymi muss man mit 33 Kindern pro Klasse rechnen, sagte man mir vor Ort. Da kann der beste Lehrer nicht jedes Kind mitnehmen...
Es ist nicht alles schlecht, aber auch die Schule aus dem 19. Jahrhundert sollte sich an das Leben im 21. langsam anpassen.

Lg Mleko

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5 Jahre 8 Monate her #114870 von muedekruemel

Wir sind sehr zufrieden mit einer Montessori Schule - und ganz in Gegensatz zu der überwiegenden Meinung hätte unser Kind kein Problem mit einer Regelschule. Wir haben aber bewusst den Weg via Montessori gewählt, da die Kinder dort aus eigenem Antrieb arbeiten können.
Da unser Kind sehr erhgeizig und interessiert ist hat es keine Probleme so und im Vergleich mit anderen "Regelschulkindern" ist es in einigen Bereichen vorraus. - Ist aber egal, finde ich.
Wichtig ist doch dass die Kinder gerne in die Schule gehen, die Begeisterung für das Lernen erhalten bleibt und aus den Kindern Individuen werden dürfen.
Inklusion ist bei unserer Schule kein Thema.
Es ist, denke ich, je nach Lehrer und Klassenzusammensetzung und täglich gelebten Umgangsformen eine Schule ein Ort an dem man sich beim Lernen wohlfühlen kann.
Dies kann es sowohl in Regelschulen als auch an PrivatSchulen geben.
Wir haben auch innerhalb der Motessori-Pädagogik sehr unterschiedliche Qualität der Schulen festgestellt.
Waldorf war nichts für uns, einfach der Ideologie wegen.
Die Regelschule war wg. der Unflexibiltät leider auch nichts für uns.
Wir haben uns wirklich sehr viele Schulen und Alternativen angeschaut. Es ist wirklich so individuell was Eltern als wichtigste Anforderung an die Schule ihres Kindes haben. (Weg, Nachmittagsbetreuung, Lehrer, Soziales Umfeld, Kosten, Ausstattung, Förderung/ Forderung, Busverbindungen, Klassengröße, Zusatzangebote/ Kurse, etc.).

Man ist ja zum Glück heutzutage nicht festgesetzt welcher Weg welche Berufsmöglichkeiten bietet. Es gibt auf allen Schulen Möglichkeiten Abitur zu machen - nur auf unterschiedlichen Wegen. (Falls das das Ziel ist ;-)

LG

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5 Jahre 8 Monate her #114879 von diri5

es gibt im münchner südosten noch eine montessori schule: monte hohenbrunn in riemerling. mit schulbusanschluß. jeden tag ( in der emilie nur montag- donnerstag)
unser kind ist jetzt im 2. jahr dort und wir sind nach wie vor sehr begeistert und vor ein paar monaten meinte unser kind: " die schule ist mein schönstes hobby!"
die aufnahme chancen für mädchen sind übrigens viel größer, weil es mehr jungen-anmeldungen gibt momentan und die schulen aber eine ausgeglichene mischung wünschen...

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3 Wochen 19 Stunden her #119867 von cococo

Hallo Müdekrümel,
darf ich fragen, an welcher Montessorischule dein Kind ist/war?
Ich suche grade nach einem guten Platz für unseren Sohn, bisher habe ich die Emile, Hohenbrunn, Monte Balan im Auge. (Und, nicht Montessori, die Atonschule). Kennst du diese Schulen und kannst mir darüber deine Erfahrungen nennen?
Wäre toll! :)

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3 Wochen 19 Stunden her #119868 von cococo

Liebe/r Diri
genau diese Schule interessiert uns total! Kannst du mir sagen, welche Unterschiede sie in deinen Augen zu Emile oder Monte Balan hat? Es ist so schwer, von Außen zu beurteilen, welche Schule tatsächlich wie ist... ;)
LG! cococo

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