Frage Geburtstagseinladung-nehmt Ihr Einfluss?

8 Jahre 4 Monate her #106773 von Liese68

Hallo,
mein Sohn feiert in Kürze seinen 7. Geburtstag. Er hat ganz klar geäußert, wen er einladen will (5 Kinder). Dabei fehlt ein Junge, der in der Nachbarschaft wohnt und mit dem er in die selbe Klasse geht (vorher auch in selben Kiga).

Bei den letzten beiden Geburtstagen hatte er ihn noch eingeladen, umgekehrt auch. Seit einiger Zeit spielen beide aber "privat" gar nicht mehr miteinander, mein Sohn äußert auch kein Interesse daran. Selbst, wenn er ihn vor dem Haus trifft, wechselt er kaum ein Wort mit ihm. Der Junge selber sucht den Kontakt etwas stärker (aber auch nicht ausgeprägt).

Ab und zu helfen wir uns gegenseitig aus, die benachbarte Familie und wir, zum Beispiel nimmt mal einer den Jungs von den anderen mit zum Training, informiert über irgendetwas aus der Schule o.ä., falls einer es nicht weiß und die Jungs bringen sich auch gegenseitig die Hausaufgaben mit, wenn einer krank ist. Sie gehen auch gelegentlich gemeinsam den Schulweg.

Mein Sohn will aber den Jungen absolut nicht einladen, mir ist das irgendwie unangenehm, da m.E. die Eltern des Jungen davon ausgehen (Großmutter auch, die wohnt mit ihnen zusammen). Auch der Junge selber wird davon ausgehen, da sich im Moment irgendwie noch immer die selben Kinder untereinander einladen, er trifft also meinen Sohn immer auf den anderen Feiern, reihum laden sie ähnliche Kinder ein.

Hauptsächlich mache ich mir Sorgen, dass es die Beziehung zwischen der Familie und mir stören könnte, wenn er den Jungen nicht einlädt. Denn es ist direkte Nachbarschaft und ich möchte "in Frieden" leben.
Aber will ihn auch nicht "zwingen", jemanden einzuladen, der ihm nicht wichtig ist.

Soll ich mich da komplett raushalten? Würdet Ihr die Eltern ansprechen - das würde ja aber irgendwie auf eine "Rechtfertigung" hinauslaufen.

Bin in der ZWickmühle.

Wie handhabt Ihr so etwas?

Liese

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8 Jahre 4 Monate her #106775 von Peanut

Hallo,

das ist echt schwierig! Wir hatten so eine Situation auch mit einer Kindergartenfreundin und einem Kind meiner Freundin - wir haben beide nicht eingeladen... weil mein Kind mit den Kindern echt nicht spielt, aber zu deren Geburtstag eingeladen wurde.. Aber es gab schon verschnupfte Reaktionen...

An sich sollten die Kids das selber entscheiden dürfen - aber wahrscheinlich würde ich wegen der Nachbarschaft das andere Kind doch einladen.. man wohnt ja noch länger da. Vielleicht kannst Du es Deinem Sohn ja so erklären?

Ich hoffe Du findest eine Lösung!!
VG

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8 Jahre 4 Monate her - 8 Jahre 4 Monate her #106776 von metromania

Nun ja, es ist der Tag Deines Sohnes, von daher solltest Du Deine Wünsche in dem Falle hinten an stellen.

Aber Du kannst ja Deinen Sohn fragen, warum er den Buben nicht einladen mag. Vielleicht gewinnt der Bub bei fast allen Spielen, vielleicht boykottiert er gerne auf solchen Feiern, vielleicht sind die beiden momentan verstritten und die Meinung ändert sich recht schnell wieder (kommt in dem Alter noch oft vor), vielleicht glaubt Dein Bub, dass er dann einen seiner ersten Wahl nicht mehr einladen kann, etc.

Wenn sich Dein Bub aber komplett verweigert, dann solltest Du ihm seine Geburtstagsfeier unter seinen Freunden gönnen - auch wenn wir Eltern uns dann in mancg peinliche Situation bringen. Denn eine Zwangseinladung kann jede Feier sprengen. Die Situation ist dann weder für euch, noch für das eingeladene Kind schön - der Schaden umso größer.
Sehe es so: derzeit ist die Beziehung eher "geschäftlich", und eben nicht "freundschaftlich".

Vielleicht kannst Du es den Eltern des Kindes - oder der Großmutter - ja auch erklären. Dein Sohn mag einfach nicht, Du hättest schon wollen. Du würdest Dich aber freuen, wenn es die Freundschaft zwischen den Familien ( nicht zwischen den Kindern!!) nicht zerstören würde.

Und ja, die Reaktion wird verschnupft sein. So reagiere ich auch automatisch, wenn mein Kind irgendwo nicht eingeladen wird. Wer hört auch gerne, dass das Kind jetzt gerade nicht so gut ankommt, zumal es doch dass allerallerallerbeste Kind der Welt ist. Damit muss man aber leben lernen - jeder.

Grüße
metromania

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8 Jahre 4 Monate her - 8 Jahre 4 Monate her #106778 von sannysunshine

Hallo,
ja das ist immer schwierig. Weil man ja auch den anderen nicht verletzten möchte. Trotzdem finde ich, das man den Wunsch seines Kindes berücksichtigen sollte. Schließlich ist das ja seine Geburtstagsfeier. Meine Tochter hat auch klipp und klar gesagt, wen sie einladen möchte. Bei zwei Kindern, wo ich eigentlich auch der Meinung war, das sie mit einander spielen, kam dann ein Nein. Vielleicht kannst Du ja auch unter vier Augen mit der Mutti des Jungen sprechen. Vielleicht könnt Ihr so noch mal einen schönen Nachmittag verbringen.
Um heraus zufinden, wie viel die Kinder gemeinsam machen.

Lg Sanny

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8 Jahre 4 Monate her #106780 von matz05

ich tät ihn umstimmen :blush: und den jungen einladen
finde nachbarskinder sind immer gut, wenn sie dabei sind
und 5 sind ja nicht soviele bisher
haben am wochenende mit 11 gästen gefeiert weil ich meiner tochter sagte
3 aus m hort
3 aus der schule
3 "alte" freunde
2 nachbarn zu denen ich gerne auch den kontakt intensivieren wuerde (also zwischen den kindern) weils einfach super passen würde aber beide hemmungen haben aufeinander zu zugehen

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8 Jahre 4 Monate her #106783 von 3305

mein Sohn hat zu seinem 7. Geburtstag auch die Söhne MEINER besten Freundin nicht engeladen, obwohl er gern mal mit ihnen spielt, sie sind halt Nachbarn UND die Kinder vom Mamas Freundin so läuft MAN sich mal öfter über den Weg als er selbst es sich asussuchen würde, wenn er könnte.

Habe meine Freundin angerufen und ihr mitgeteilt dass ihre Söhne nicht auf der Gästeliste meines Sohnes stehen, trotzdem hat er ein Geschenk VON IHR erhalten
- aber nur unter vehementem Protest der Söhne, weil sie es unfair fanden ihm ohne Geburtstagsfeier etwas zu schenken....

Trotzdem wird er weiterhin - ohne Einflußnahme der Mutter - zu den Geburtstagen eingeladen.....

.....aber unter Freuden lässt sich manches leichter regeln als unter NACHBARN oder innerhalb der FAMILIE .....

wenn ihr auch - gefühlsmäßig - auf DU wärst, würde ich die Mutter ansprechen, wenn nicht musst DU es aushalten, dass die miese Stimmung ist....

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8 Jahre 4 Monate her #106787 von Liese68

Hallo nochmal,
danke schon mal für die Antworten. Die Sache bereitet mir wirklich "Bauchschmerzen". Heute früh habe ich meinen Sohn nochmal darauf angesprochen und gesagt, dass ich es nett fände, wenn er den Jungen einlädt, da er nun mal nebenan wohnt und man da doch auch öfter Kontakt hat usw.
Er lehnte das ganz entschieden ab, er mag den Jungen einfach nicht so besonders.
Zu den Eltern habe ich keinen freundschaftlichen Kontakt, eher so höflich nachbarschaftlich. Die WEllenlänge stimmt da auch nicht so, d.h., ich möchte das nicht intensivieren, aber eben gut auskommen und sich eben mal gegenseitig helfen usw.
Sie bemühen sich schon sehr und sind auch aktiver, was den Kontakt zu mir/uns angeht, d.h., klingeln eher mal, um mich zum Elternabend abzuholen oder so. Das mache ich umgekehrt nicht so.
Ich möchte nur nicht, dass sie uns dann irgendwie meiden oder denken, dass ich meinen Sohn dahingehend beinflusst habe, ihren Sohn nicht einzuladen (das Gegenteil ist ja der Fall).
Allerdings habe ich auch die Einstellung, dass man sich nicht rechtfertigen muss, wenn das eigenen Kind ein anderes nicht einladen möchte. Ich will ja eigentlich hinter meinem Sohn stehen und wenn ich mich dafür entschuldige, tue ich das irgendwie nicht. Oder?

Die Krönung des ganzen ist jetzt noch, dass mein Sohn den jüngeren Bruder des Nachbarjungen einladen möchte (den mag er auch und möchte auch öfter mal mit ihm spielen usw). SUper ;-).

Liese

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8 Jahre 4 Monate her #106788 von PaulMum

Hallo Liese68,

na, dann kannst du doch einen guten Kompromss mit deinem Sohn finden:

wenn er den jüngeren Bruder des nicht mehr so beliebten Nachbarsjungen einladen möchte, sagst du, gute Idee, unter einer Bedingung, wir laden dessen grösseren Bruder natürlich auch dazu ein, denn schließlich geht das nicht anders, sonst wäre ja der größere ganz furchtbar traurig, und auf der Geb. feier findet sich doch bestimmt jemand, der mit dem älteren Bruder spielt bzw. auf einem Geb.tag verteilt sich doch eh alles irgendwie, und man macht gemeinsame Sache!

Probiers doch so, ansonsten, hätte ich gesagt, du redest wirklkch mal unter vier Augen mit den Eltern des Nachbarsjungen, und erklärst, du würdest ihn gerne einladen, aber eben dein Sohn nicht, und sie sollen sich deshalb keine grauen Haare wachsen lassen, aber es sei eben der Geb.tag deines Sohnes und er dürfe es bestimmen, wer kommen darf und wer nicht. Das ändere aber nichts an der Beziehung zwischen den Eltern untereinander u vielleicht freunden sich die 2 ja auch mal wieder mehr an, im Moment sei das halt so eine Phase deines Sohnes (was doch normal ist, mal ist der eine nicht mehr interssant und es gibt neue Freunde, oder man entwickelt sich untersschiedlich und die Interessen passen halt nicht mehr etc.

Mach dir nicht so 1000 Gedanken, vielleicht ist es am Ende gar nicht so schlimm, wie es jetzt für dich aussieht, und für die Nachbarn ist es gar kein Drama u sie verstehen es vielleicht!

Alles Gute, PaulMum

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8 Jahre 4 Monate her #106790 von baldorossi

Ich habe mir noch nie nen Kopf gemacht wenn eines meiner Kids nicht auf einen Geb. eingeladen wurde... selbst in der Nachbarschaft oder bei Freunden. Da ich weiß dass die Kinder unterschiedliche Phasen haben, finde ich es total normal wenn mal der eine oder andere nicht eingeladen wird. Ich wäre noch nicht mal "verschnupft" ;)
Vielleicht ist das bei den Nachbarn ja auch so und Du zerbrichst Dir ganz umsonst den Kopf?!

Schöne Feier trotzdem!!

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8 Jahre 4 Monate her #106849 von Liese68

Hallo,
also, mein Sohn bleibt bei seiner Meinung. Lt. seiner Aussage "verträgt er sich im Moment nicht so gut mit dem Jungen." Dann muss ICH da wohl durch...

Wahrscheinlich werde ich die Mutter kurz darauf ansprechen, kann sonst sein, dass sie denkt, die Einladung sei "verloren" gegangen oder wir hätten sie ihr nur noch nicht gegeben. Sie wird zu 99% davon ausgehen, dass ihr Sohn eingeladen ist...

Ich selber wäre auch völlig locker, wenn mein Sohn bei jemandem nicht eingeladen wird. Denke auch, das ist normal und darüber hinaus müssen Kinder auch lernen, mit Enttäuschungen umzugehen. Darin würde ich ihn dann unterstützen, aber ggü dem anderen Kind oder den Eltern hätte ich kein Problem.

Ich hoffe, die betroffene Familie sieht das ähnlich ;-).

Liebe Grüße
Liese

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8 Jahre 4 Monate her #106854 von PaulMum

Kopf hoch, Liese, das wird schon, die Mutter muss es verstehen, und wenn nicht, ist das ihr Problem. Mein Sohn wird auch nicht immer eingeladen, er ist "relativ" neu im Kiga, und die anderen müssen ihn erst kennenlernen, er erzählt mr dann, der dings und der hat mich nicht eingeladen, hat er vergessen, und damit ist es auch gut. Ich antworte dann, na, das nächste Mal halt, und ich denke, ich leide darunter fast mehr als er, die Knder vergessen das dann auch wieder. Bei euch ist es natürlich anders, ihr kennt euch ja alle schon länger, aber was willste machen, wenn er partout nicht will. Rede einfach mit ihr, dann wirst du sehen. Und immer dazusagen, was deine Meinung ist und das du es anders lieber gehabt hättest, aber seine Wünsche einfach respektieren möchtest!
PaulMum

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8 Jahre 4 Monate her #106858 von murmel72

Hallo,

ich finde es nicht richtig, Kinder in dem Alter schon unter gesellschaftlichen Zwang zu stellen. Warum soll er jemanden einladen, mit dem er nicht viel anfangen kann? Um den Nachbarn oder dir einen Gefallen zu tun?

Ich finde, ihr verlangt von eurem Sohn ein erwachseneres Verhalten, als ihr Erwachsenen bereit seid dieses zu vorzuleben. Er soll durch das Einladen eines unerwünschten Gastes euren Nachbarschaftsfrieden "retten"?
Die Nachbarn wären in der Tat beleidigt, weil ihr kleiner Sohn nicht auf die Geburtstagsfeier eines Nachbarn eingeladen wird? Das gehört für mich in die Kategorie "Kindergarten".

Wir haben auch einen sehr guten Kontakt zu unseren Nachbarn. Aber "Zwangseinladungen" gibt es nicht. Die Kinder haben frei zu entscheiden! Und keiner reagiert beleidigt oder verschnupft, weil sie es als das ansehen, was es ist. Ein Kindergeburtstag. Mehr nicht.

Gruss
Murmel

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8 Jahre 4 Monate her #106908 von Liese68

Hallo,

nun habe ich die Mutter angesprochen und ihr gesagt, dass der eine Junge von meinem Sohn nicht zum Geburtstag eingeladen wird. Sie reagierte erst recht "neutral". Als ich dann ergänzte, dass aber der Bruder eingeladen werden soll, war sie nicht mehr so "begeistert", meinte, das sei dann "schwierig".
Ich erläuterte ihr, dass mein Sohn sich laut eigener Aussage sich eben mit dem einen Jungen nicht so "vertrage" und dass es nicht so eine dicke Freundschaft sei. Da rieb sie mir dann unter die Nase, dass ja mein Sohn ihren Sohn (der nicht eingeladen wird) auf dem Spielplatz nicht mitspielen lassen würde (da sind immer ein paar Jungs, die fangen o.ä. spielen). Dies sagte sie in vorwurfsvollem Ton.
Viel mehr haben wir nicht geredet, ich sagte natürlich, dass ich schon angeregt hätte, den Jungen einzuladen, mein Sohn aber bei seinem "Nein" geblieben sei.
Naja, irgendwie blieb bei mir nach dem Gespräch ein komisches Gefühl. Werde nun ja sehen, wie sich der Kontakt entwickelt.

Liese

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8 Jahre 4 Monate her #106910 von metromania

Liese68 schrieb: Hallo,

nun habe ich die Mutter angesprochen und ihr gesagt, dass der eine Junge von meinem Sohn nicht zum Geburtstag eingeladen wird. Sie reagierte erst recht "neutral". Als ich dann ergänzte, dass aber der Bruder eingeladen werden soll, war sie nicht mehr so "begeistert", meinte, das sei dann "schwierig".
Ich erläuterte ihr, dass mein Sohn sich laut eigener Aussage sich eben mit dem einen Jungen nicht so "vertrage" und dass es nicht so eine dicke Freundschaft sei. Da rieb sie mir dann unter die Nase, dass ja mein Sohn ihren Sohn (der nicht eingeladen wird) auf dem Spielplatz nicht mitspielen lassen würde (da sind immer ein paar Jungs, die fangen o.ä. spielen). Dies sagte sie in vorwurfsvollem Ton.


Ach Liesel,

daran wird sich diese Familie gewöhnen müssen. Brüder werden nicht immer im Doppelpack eingeladen. Das müssen die zwei aber lernen zu verkraften. Genauso wie jedes Schulkind immer wieder miterleben muss, dass einzelne Klassenkameraden zu Parties eingeladen werden, sie selber aber nicht.

Lasst euch dadurch nicht runterziehen. Du hast das vollkommen richtig gemacht.

Grüße
metromania

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8 Jahre 4 Monate her #106911 von tigerbär

Ich stimme da voll zu, dass die Kinder noch keinen gesellschaftlichen Zwängen folgen müssen. Sie überlegen schon auch zunehmend mehr, warum sie wen einladen, aber die Zwänge unter denen wir manchmal stehen, haben sie doch noch nicht zu erfüllen.
Dazu zwei Erfahrungen:
Mein Sohn wurde mit 6 Jahren von einen ehemaligen Kindergartenkind / entfernte Nachbarschaft angesprochen, dass mein Sohn ihn doch auch zu seinem Geburtstag einladen müsse. Mein Sohn antwortete: warum? Du wolltest mich doch gerne dabei haben, oder?
Darauf hin kam das Kind zu mir und beschwerte sich bei mir. Dabei habe ich ihm u.a. erklärt, dass es bei uns eben immer eine fest vereinbarte Zahl an Gästen gäbe und mein Sohn daher eine schwere Entscheidung treffen müsse, da er halt nur 6 Gäste einladen dürfe. Das Kind zog BELEIDIGT ab und meinte, ich wäre blöd und ungerecht, denn seine Eltern würden immer so viele Gäste zu lassen, wie er wolle. :angry: Tja, das sollen seine Eltern dann halt so machen. Beide haben vielleicht dazu gelernt: in anderen Familien herrschen eben andere Regeln.
Zwei Jahre später wieder die Entscheidung, wer kommt. Mein Sohn lädt einen ganz lieben engen Freund von sich nicht ein. Die beiden verstehen sich wunderbar. Vor den Ferien hatte der Freund eine tolle Geburtstagsfeier gemacht, die meinem Kind viel Freude gemacht hatte. Aber die langen Ferien waren eben vorüber, wo sie sich kaum treffen konnten, mein Sohn hatte die Klasse gewechselt und war gerade schwer beeindruckt von anderen coolen Jungs, die er dann auch eingeladen hatte. Der nette Freund (ja ich mag den auch) flog raus. Ich hab zwar mit ihm nochmal gesprochen. Aber er blieb dabei.
Gut, es ist seine Einladung. Kurz vor dem Fest bemerkte ich einen Hauch von "schlechtem" Gewissen, aber ich blieb dabei. Die Einladung steht und es gibt jetzt keine Änderung mehr. Damit muss er jetzt auch leben, er ist nicht mehr drei Jahre alt. 2-4 Wochen nach dem Fest ebbte die Begeisterung für die coolen Jungs mehr und mehr ab - denn er konnte einfach nicht mithalten. Inzwischen trifft er sich nicht mehr nur manchmal mit seinen alten, besten Freunden, sondern wieder fast ausschließlich. Wartet nicht nur auf deren Einladung zum Treffen, sondern ist selbst aktiv. Neulich am Abend: Ich wünschte X wäre bei meinem Geburtstag dabei gewesen. (völlig ohne Zusammenhang) - Ich hoffe für ihn: Lektion gelernt.

Ich habe übrigens auch meine Lektion gelernt. Als er drei wurde, rief mich eine Mutter eines Freundes an und meinte, ihr Sohn würde so gerne zum Geburtstag meines Sohnes kommen und er würde doch sicher eingeladen werden - was sie denn schenken sollen. :ohmy: Ich hab leider ja gesagt, obwohl wir noch gar nichts geplant hatten. Damals habe ich entschieden, dass die Feste echt Angelegenheit des Kindes sind und ich NICHT-Einladungen oder NUR-1-Geschwister-Einladungen gegenüber den Eltern nicht mal mehr kommentieren werde. Wenn sie das bei Geschwistern komisch finden, dann sollen halt beide zuhause bleiben. Ich finde diese Doppelpack-Geschichten eh doof - vielleicht heimlich eher betrieben vom Wunsch einen Nachmittag beide Kinder los zu sein :evil:

Folgende Benutzer bedankten sich: Babydoll

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