Frage Probleme seit Geburt 2011

6 Jahre 11 Monate her #109123 von mangu

Hallo Mädels,

oh gott wo fang ich an...

... also ich hatte 2011 meinen zweiten KS (erster war 2008 wo alles super lief) und hatte innere Blutungen bekommen (3l Blut im Bauch) wodurch ich nochmal Not-operiert wurde.

Seit dem ist alles anderst... irgendwie funktioniert mein Körper nicht mehr... klar ich habe damals viel durch gemacht und wurde auch aus dem KKH entlassen mit den Worten Traumatisier... hab mir auch Hilfe geholt aber kann es irgendwie nicht ganz verarbeiten, was da damals passiert ist.

Kann mir irgend jemand hier helfe hinsichtlich ähnlicher Erfahrungen?

Gerne auch per PN

vielen Dank
glg
mangu

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6 Jahre 11 Monate her #109124 von caracol

Hallo,

ich hatte beim ersten Kind einen Not-KS und war ganz lange völlig aus der Spur deswegen. Mir hat folgendes Angebot super geholfen: haeberlstrasse-17.de/de/beratung-und-kur...geburt/kaiserschnitt (kann man auch länger nach der Geburt hingehen - wir hatten eine Frau im Kurs da war das Kind schon fast 7 Jahre alt!)

Dort kann man sich in der Gruppe austauschen. Falls das aber nicht das richtige für Dich ist kannst Du ja vielleicht mal dort anrufen und fragen, ob die noch weitere Beratungskontakte für Dich haben.

Ich wünsche Dir alles Gute und dass Du einen Weg für Dich findest!

LG caracol

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6 Jahre 11 Monate her - 6 Jahre 11 Monate her #109131 von andreah

Hallo,

ich hatte beim ersten Kind auch einen Not-Kaiserschnitt und danach eine postpartale Depression. Mir ging es ein Jahr lang richtig mies, bis ich gemerkt habe und auch akzeptieren wollte, was mit mir los ist.
Ich war damals auch in der Kaiserschnittgruppe in der Häberlstrasse, aber
wirklich geholfen hat mir dann die Selbsthilfegruppe von "Schatten und Licht" ( www.schatten-und-licht.de ): haeberlstrasse-17.de/de/beratung-und-kur...n-rund-um-die-geburt
Du kannst auch einfach mal mit Ulrike Wecker von der Selbsthilfegruppe telefonieren, die ist sehr nett und kann Dir vielleicht schon weiterhelfen.

Ich wünsch Dir alles Gute.
Falls Du magst, können wir auch mal telefonieren.
Wenn ja, dann schick mir einfach eine PN.

Viele Grüße
Andrea

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6 Jahre 11 Monate her #109134 von Nicolee

Hallo

Hast du es schon mal mit Shiatsu oder Cranio-Sacral-Therapie versucht um wieder einen "Kontakt" zu deinem Körper "herzustellen"!?
Nachdem du schreibst - ...irgendwie funktioniert mein Körper nicht mehr... -
wäre das eine gute Unterstüzung.

Alles Gute

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6 Jahre 11 Monate her #109140 von elgrecos

hallo, bei mir war nach der 2. schwangerschaft alles nicht mehr am funktionieren. fa hatte nicht wirklich eine überzeugende behandlung auf lager, wobei ich sehr alternativ eingestellt bin. heilpraktiker hat ein bischen bewegt, aber auch nicht bahnbrechend. osteopatie hat dann schnell erfolg gebracht. ich kann iris von gernet in der osteopathie am schloss (nymphenburg) empfehlen. muss man nur leider selbst zahlen, sei denn man ist privat versichert oder naturheilkunde zusatz versichert. alles gute! eva

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6 Jahre 10 Monate her #109202 von mangu

Hallo Ihr lieben,

aufgrund der vielen Nachfragen in meinem PN hier meine Geschichte.

Wie gesagt ich hatte 2008 meinen ersten KS bei dem ich nach 3 Tagen ohne Schmerzen etc. das KKH wieder verlassen habe... (soviel dazu, dass ich auch weiß wie es anderst sein kann)

Im Feb. 2011 habe ich dann das 2te mal per KS entbunden. Der KS ansich verlief ganz ok, woran ich mich bis heute erinnern kann, war das mein damaliger FA zur Assistenzärztin meinte... die Obernaht darf nicht länger als 5 Min. dauern... danach wurde ich zur Überwachung in der Kraißsaal geschoben, wo schon (darmals noch nicht mein Mann) Männe mit dem Zwerg auf mich wartete. Als ich die Hebamme nach essen fragte, meinte diese ich solle noch schnell meinen Sohn anlegen und dann dürfte ich auch was essen. Plötzlich sah ich meinen Mann an und sagt.. Hase mir wird schlecht... von da an kann ich mich nur noch an einzelne Abschnitte erinnern.. mein Mann erzhälte mir im nachhinein, dass ich immer wiede meine Gesichtsfarbe verlor und er ständig dieses Gerät beobachtete wo man angeschlossen ist bzgl. der Blutdrucks etc.
Er meine dann zur Hebamme; da stimmt was nicht und die hatte nichts besseres zu zun als das Gerät von Ihm weg zu drehen und im zu sagen... lassen Sie das mal unsere Sorge sein, wir machen das schon... dann probierten sie mich mehrmals mit irgendwelchen (ich glaube es war was für den Kreislauf) Spritzen zurück zu holen, aber ich sackte immer wieder ab... dann erzählte mir mein Mann, dass ich auf einmal total weiß wurde und meine Lippen blau anliefen... als er dann wieder die Hebamme holte... wurde die richtig schnell und holte die Stationsärztin... die Schallte mich dann (sagte mir mein Mann) und stellte flüssigkeit im bauchraum fest.
Dann sagten sie zu meinem Mann ich muss nochmal operiert werden; als er meinte er kommt mit runter in den OP meinten sie nur nein, dass darf er nicht mehr (nahmen ihm das kind weg und brauchten ihn in mein zimmer wo er von morgens halb neun bis abends halb fünf wartete und nicht wirklich wusste was mit mir nun war)
ich bekam nur mit wie ich auf dem weg nach unten in den op vorm lift wieder kurz da war und fragte was ist los...darauf die Schwestern... sie müssen nochmal operiert werden sie bluten innerlich... dann betete ich nur zur gott... bitte lass mich nicht sterben... und dann war ich wieder weg... das nächste was ich sah war als fünf grüne mänchen (op personal) da stand und anfing zu zählen... ein ... zwei .... drei... dann lag ich auf dem op tisch... und war wieder weg... dann hörte ich eine stimme sagen... atmen sie... (werden ich einen handschlag ins gesicht bekam) sie müssen von alleine atmen... sagte die stimme wieder... und dann dachte ich mir atme tina atme... dann war ich wieder weg...
dann wachte ich nochmals so halb auf da war es ca. 14 h und ich sah all die schläuche und zugänge in meinen händen... und wieder war ich weg...
um halb fünf abends war ich dann wieder da... dann kam auch schon ein mann und stellt sich bei mir vor hallo frau B. (damals war ich wie gesagt noch nicht verheiratet) ich bin der chefarzt und muss nach ihnen sehen... ich fragte ihn weiß mein mann schon bescheid, dass es mir gut geht der chefarzt nur zu mir... nein... ich zu ihm... könnten sie ihm bitte sagen, dass ich am leben bin... er zu seinem personal... ruft oben an und lasst ihren mann runter schicken macht ihr aber vorher die schläuche ab, die sie nicht mehr braucht, damit er nicht sieht, wieviel sie dran hatte... dann kam mein männe nahm meine hand und meinte... ich lieb dich doch, ich will dich doch noch heiraten ... ich fing zum heulen an und meinte... ich will dich auch heiraten... ich liebe dich...
dann wurden wir beide nach oben gebracht und er blieb die nacht bei mir...
am nächsten tag kam mein frauenarzt der den kaiserschnitt auch machte und meinte, was ich da gemacht habe.. ich schaute ihn nur an und meinte ich glaube ich hab am wenigsten mich daran beteiligt, was da passiert ist... er sagte dann ich komme sie noch öffter besuchen, nur bitte lassen sie sich die abläufe (welche ich im bauch hatte) nicht zufrüh ziehen, nicht dass nochmal was passiert (wie einfühlsam bei jemanden der fast innerlich verblutet ware) dann hab ich ihn nieeeee wieder gesehen...
die ärzte vom kkh waren auch sehr bestürzt und antworteten nur auf nachfragen... kurz gesagt ich hätte höchstens noch 5 min. gehabt, dann wäre ich weg gewesen... heißt wenn mein männe nicht bemerkt hätte, dass da was nicht stimmt und wir hätten uns nur auf die hebammen verlassen, dann wäre ich heute nicht mehr hier...
ich wurde nach 10 tagen entlassen; erlitt aber im KKH immer wieder zusammenbrüche... panikattacken etc. aber keiner hat uns geholfen... in meinen entlassungspapieren stand drin, dass ich ein trauma habe... aber man ließ uns mit dem ganzen scherbenhaufen alleine...
bis heute hab ich in der seite, wo das blut drin lag einen brennenden stechenden schmerz und immer wieder (gott sei dank von zeit zu zeit immer weniger) panikatacken...
der frauenarzt hat mich damals als ich zur nachsorge mit meiner mutter bei ihm war nur gefagt, wo mein problem sei, ich soll froh sein, dass man mir mein leben gerettet habe... ich darauf ich habe angst weil mein körper nicht richtig funktioniert hat... er dann ihr körper hat volkommen normal reagiert.. ich dann ok wer hat dann den fehler gemacht darauf senkte er nur den kopf und sagte nichts mehr...
gott sei dank ist mein männe da für mich (er hatte damals auch ein burnout als das schlimmste bei mir überstanden war und auch meine mutter brach zusammen nachdem ich endlich wieder daheim war vom kkh)
seit dem bin ich / wir am kämpfen, damit wir wieder ein normales familienleben hinbekommen...aber irgenwie mache ich mir jetzt mehr gedanken als früher und habe auch mehr angst, weil ich erleben musste wie schnell es gehen kann und du kannst nichst dagegen tun, du bist hilflos und du kannst von heute auf morgen weg sein.. das ist für mich sehr schwer zu akzeptieren...
hoffe ihr verstehst, was ich meine...
sorry, dass es jetzt doch so lang wurde...

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6 Jahre 10 Monate her - 6 Jahre 10 Monate her #109204 von Sumatrabarbin

Ich bin total schockiert über deine Geschichte und fühle mit dir. Wahrscheinlich weisst du, dass es spezielle Traumatherapien gibt. Das würde ich dir/euch empfehlen. Ich habe auch ein Krankenhaustrauma, das wurde behandelt und es ging wieder weg. So schlimm wie bei dir war es aber bei weitem nicht. Etwas Gutes sehe ich aber in der Geschichte: Ihr habt gemerkt, wie wichtig ihr euch seid und die Familie ist enger zusammengerückt.

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6 Jahre 10 Monate her #109208 von Bigs

Hallo Mangu,

bei Deinem Bericht bekomme ich wieder einmal einen richtigen Haß auf die Götter in weiß.
Ich kann Deine Ängste vollkommen verstehen. Mir würde es nach so einem Erlebnis auch so gehen.
Ich wünsche Dir, daß Du bald jemanden findest, der Dir über das Trauma hinweghelfen kann.

Liebe Grüße
Bigs

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6 Jahre 10 Monate her #109210 von hanona

hallo Mangu

als erstens brauchts du dich nicht entschuldigen, dass der text lang war.
Den diese länge hat es gebraucht, denn so lang war es auch für dich
diese schmerzen und ängste anderen Menschen ( ärzte) ausgeliefert zu sein.
deine geschichte hat mich sehr berührt und fühle mir dir mit.
ich bin auch eine traumapatienten und habe die traumatherapie in Haar teilstatonier gemacht.
Es gibt dort auch eine traume ambulanz wo man sich erkündigen kann
was es für helfen gibt ( kann auch eine spiezelle reha sein, wo deine kinder dabei sein können) . wichtig ist das du es so gut wie möglich verarbeitet.
Denn leider kann es sein, dass so ein trauma auf deine kinder ungewollt weiter gegeben wird ( durch das verhalten)
Bei 'schatten und Licht' kann man sich auch informationen hollen.
ich wünsche dir alles gute und solltest du fragen haben schreib mir ein PN.
Liebe grüsse

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