Frage Einnäsen - täglich!

14 Jahre 5 Monate her #241 von Ulli

Hallo zusammen.

Ich bin zum ersten Mal hier und gleich mit einem Problem.
Mein Sohn ist 4 Jahre alt und geht seit September in den Kiga. Von Anfang an macht er sich fast täglich in die Hose. Wenn ich in abhole, ist er fast immer naß. Er geht nicht zur Toilette und merkt wohl auch nicht, dass er mal muß. Wenn die Hose dann naß ist, sagt er auch nix. Allmählich finde ich das nicht mehr so spaßig. Da ich ja auch nie weiß, wie lange er schon so naß rumläuft, und dass bei den jetzigen Temperaturen. Die Erzieherin ist sehr tolerant und geduldig. Aber sie meint auch, dass er das selbst schaffen muß und man nicht mit ihm zur Toilette gehen kann wie in einer Krippe. Vielleicht mach ich die Sache auch schlimmer als sie ist, aber ich bin eben ziemlich genervt. Er leidet auch ständig an Mittelohrentzündungen und ißt ganz schlecht. Irgendwie hängt das alles miteinander zusammen und das eine bedingt das andere.
Welche Erfahrungen habt ihr denn so gemacht und gibt´s irgendwelche Tricks, den Jung für´s Klo zu begeistern?
Vielen Danke Ulli

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14 Jahre 5 Monate her #242 von Carmen

Hallo Ulli,

eigene Erfahrungen kann ich dazu zwar nicht beitragen. Du schreibst nicht genau, ob es bis zum Kindergarten mit der Toilette geklappt hat. War er vor dem KiGa zu Hause oder schon in einer Krippe? Die Umstellung auf den Kindergarten kann schon Probleme verursachen. Eventuell gibt es auch irgendetwas im Kindergarten, was ihm nicht passt.

Was ich nicht ganz verstehe, warum wird er nicht umgezogen? Bei uns gibt es Ersatzwäsche für solche Notfälle bzw. die Kinder in der Trockenwerd-Phase haben einen Satz Ersatzwäsche dabei und werden dann bei einem Malheur auch umgezogen. Die Erzieherin muss ja nicht mit ihm auf die Toilette gehen, aber sie könnte ihn doch regelmäßig daran erinnern zu gehen?

Die ständigen MOEs und die Appetitlosigkeit können natürlich auch damit zusammenhängen.

Es kann aber auch einfach ein Rückfall beim Trocken-Werden sein. Es gibt viele Kinder, die erst mit 5 Jahren merken, wann sie müssen. Es kommen auch immer wieder Rückfälle vor. Meist dauert es bei Jungs länger als bei Mädels.

Ich würde mal mit dem Kinderarzt über das Problem reden und beobachten / überlegen, welche Ursachen in Betracht kommen.

Alles Gute!

Carmen

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14 Jahre 5 Monate her #245 von Beba

Hallo Ulli,

bei uns im KIGA ist es auch so, daß die Kinder, denen das häufiger passiert, von der Kindergärtnerin öfters aufgefordert werden, zur Toilette zu gehen. Ich denke es ist die Umstellung und vor lauter spielen vergißt er einfach zu gehen. Vielleicht sollte die Kindergärtnerin auch mal mit Dir und ihm gemeinsam sprechen, daß er sich an sie wendet, wenns passiert ist. Vielleicht traut er sich das dann einfach nicht.

Laß ihm Zeit und mach dir selbst nicht zu viele Gedanken, das meiste ergibt sich von selbst. Wenn er zur Zeit nicht so viel Apetit hat, dann ist das auch nicht schlimm, außer es macht sich dahin gehend bemerkbar, daß er Lustlos, träge und kraftlos ist. Wenn er putzt munter und aufgeweckt ist, dann ist es auch nicht tragisch.

Viele Grüße Petra

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14 Jahre 5 Monate her #247 von CarolaGabriele

hallo,

ich arbeite selber seit 12 jahren im kiga. alle kinder bei uns haben ihre wechselsachen in ihren zauberbeutel drinnen weil es kann ja sein das es nicht nur beim toiletten gehen was passieren kann , es gibt ja uach mal durchfall oder händewaschen wo der pulli total nass wird usw.

wir machen es so das wir am anfang jede std mit den neuen auf die toilette gehen aber nur hin bringen und dann wieder abholen damit sie merken das es nichts ausmacht ihr spiel zu unterbrechen und es dann wieder aufnehmen könnnen und das der toilettengang mit zum alltag im kiga gehört.

und wenn die kids dann ihren rythmus gefunden haben dann gehen sie selber
und wenn sie nicht alleine gehen wollen dann haben sie ihre großen " geschwister" ( vorschulkinder) die ihnen helfen ; so lernen beide seiten euf einander rücksicht zunehmen und zuhelfen und um hilfe zu bitten was ja alles fürs sozialverhalten gut ist.

es gibt kinder in auch mit dem nicht sauberwerden versuchen ihre eltern zu " erpressen" d.h. sie wollen evtl nicht in den kindergarten oder bei neuen geschwistern wenn due mutter zuhause bleibt und sie wollen auch mal zuhause bleiben und das endet teilweise in ziemlichen machtkämpfe .

oder kinder mache kinder sind die nomalen gruppen zu groß oder das verwendet konzept der kigas nicht gehauert und lassen den druck dann andersweitig raus .
das es gibt aber auch noch die körperlcihe seite die aber durch einen arzt abgeklärt werden muß :

ich kenne auch kinder die gehen nur wenn sie alleine auf toilette sind weil sie sich sonst gestört fühlen

caro

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14 Jahre 5 Monate her #252 von Ulli

Hallo zusammen und vielen Dank an alle, die mir geantwortet haben.

Also mein Sohn hatte vor dem Kiga auch schon Probleme mit der Toilette, aber zu Hause oder wenn wir unterwegs sind klappt es immer noch besser als im Kiga, weil wir da auch regelmäßig mit ihm gehen.
Ich habe letzte Nacht fast nicht geschlafen und darüber nachgedacht. Ich denke, dass es wohl auch damit zusammenhängt, dass ein ein Problem hat auf "diese" Kiga-klo zu gehen. Er ekelt sich einerseits und braucht andererseits auch viele Ruhe dafür, die er nicht hat. Deshalb vermeidet er es, seine Blase zu entleeren. Er hält das auch eine Weile aus, aber irgendwann läuft die Sache eben über.
Wechselsachen hat er im Kiga, aber wenn es niemand merkt, dass er naß ist, zieht ihn auch niemand um. Und er selbst hat ein Problem, was zu sagen. Er würde sich ja auch selbst umziehen, da er das sehr gut kann, man muß ihm ja auch gar nicht helfen.
Die Erzieherin fordert ihn mehrmals am Tag auf, zur Toilette zugehen. Aber es geht niemand mit und so besteht eben auch keine Kontrolle, dass er was gemacht hat. Die Erzieherin meinte, dass er das selber schaffen muß. Ich denke aber, dass er damit überfordert ist.
Meine Angst läuft zunehmend darauf hinaus, dass uns irgendwann gesagt wird, er sein Kiga-untauglich. Das soll schon vorgekommen sein. Das würde ihm aber sehr schaden, da er ein sehr schlauer kleiner Junge ist und die Förderung im Kiga braucht. Außerdem hat er keine Geschwister und braucht eben auch Spielkameraden. Ich selbst liege in den Endzügen meines Studiums und brauche die Zeit zum lernen, wenn er im Kiga ist. Wir haben ja auch lange auf den Platz gewartet.
Die Erzieherin meint ich soll das Thema ignorieren und es nicht so hochspielen. Ich gebe ihr da ja auch Recht, dass man versucht, das Thema zu entspannen, aber es fällt mir eben sehr schwer. Ich ärgere mich schon sehr über die nasse Hose. Vielleicht ist es gut, ihm beizubringen, dass er erstmal Bescheid sagt, wenn die Hose naß ist. Es ist dann eben passiert und nun muß man was unternehmen, also das er sich jemandem anvertraut. Und falls er sich vor der Toilette ekelt, will ich mit ihm das Im-Stehen-Piesseln. Mal sehen, ob ich das schaffe.
Nochmals Danke an alle. Würde mich freuen, wenn´s noch weitere Meinungen gibt.
Bis bald Ulli;)

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14 Jahre 5 Monate her #253 von Carmen

Hallo Ulli,

o.k., also nach Deiner jetzigen Schilderung würde ich auch eher einmal zur Gelassenheit raten. Deine Unsicherheit und Angst (verliere ich den KiGa-Platz) überträgt sich auch auf Deinen Sohn. Wie ich schon gesagt habe, gibt es Kinder, bei denen es länger dauert und meistens sind dies Jungs.

M.E. müsste der KiGa (auch im Eigeninteresse) mehr tun. Es ist mir unverständlich, wie eine Erzieherin es nicht merken kann, dass ein Kind eine nasse Hose hat. Auch denke ich, dass es im Einzelfall zumutbar ist, das Kind auf die Toilette zu begleiten. Vielleicht kannst Du mit der Erzieherin zusammen doch noch zu einer Lösung kommen. M.E. reicht es ja, wenn sie sich mal eine oder zwei Wochen in diesem Punkt verstärkt um Deinen Sohn kümmert.

Dein Sohn scheint wohl generell eher etwas schüchtern und zurückhaltend zu sein. Den Ansatz, ihm erst einmal beizubringen, es zu sagen, wenn er nass ist, finde ich richtig. Sollte es wirklich am Ekel liegen, hätte ich vielleicht noch eine Idee. Es gibt von der DM Eigenmarke DenkMit feuchte Desinfektions-/Reinigungstücher für Toiletten (können runtergespült werden). Ähnliches gibt es von Sagrotan (da ist allerdings die Packung größer und unhandlicher). Leider sind die DM Tücher immer nur als Saisonware zur Urlaubszeit erhältlich, aber eventuell findest Du ja noch welche. Wenn Du ihm das Saubermachen der Toilettte erklärst, kann er das auf jeden Fall selber machen. Auch das feuchte Toilettenpapier für Kinder (DM ist billiger als Kandoo von Pampers) kann vielleicht helfen, die "Freude" des auf die Toilette gehens zu fördern. Ekel als solcher ist anerzogen (was kein Vorwurf gegen Dich ist) und kann sicherlich auch wieder abtrainiert werden.

Viel Erfolg!

Carmen

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14 Jahre 5 Monate her #255 von CarolaGabriele

hallo

geht dein junge halbtages, 2/3 oder ganztages in den kiga ???
vielleicht gibt es zeitfenster wo wenige bis keine kinder auf der toilette sind ; hab einen jungen in der grupper der immer auf die toilette gehen wenn wir das essen austeilen weil er dann seine ruhe auf der toilette hat

und dann platz verliert man wenn das kind einkotet nicht beim einnäsen !! ober soweit wie ich gelesen habe näst er ja " nur " ein ; gibt es in der toilette iene ruhige ecke wo man ihn zeigen kann wo er sich selbständig umziehen kann ??
caro

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14 Jahre 5 Monate her #256 von Ulli

Hallo Carmen,

Danke für den Tip mit den DM-Tüchern, habe auch schon an sowas gedacht.
Und das mit dem Ekel. dass hat er von mir. Ich habe mal einen medizinischen Beruf gelernt und bin entsprechend trainiert worden. Aber das Kiga-Klo ist wirklich unsauber. Da würde ich mich auch nicht draufsetzen.

Es stimmt, er ist sehr sensibel, nicht unbedingt schüchtern. Ich kann ihn nur immer wieder bestärken. Ich hoffe, dass es mit der Zeit wird. Beim Arzt war ich mit ihm, aber die Ärztin sagt wie du, es gibt solche und solche Kinder, die einen packens gleich, die anderen später. Sein großes Geschäft macht er auch ganz prima auf dem Klo und freut sich jedesmal über das Resultat.
Vielen Dank für deinen Zuspruch.

BB Ulli

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14 Jahre 5 Monate her #258 von Ulli

Hallo Caro

Mein Sohn hat einen Ganztagsplatz, den ich z.Z. noch nicht voll nutze aus besagten Gründen.
Sowie ich es weiß, achten die Erzieherinnen darauf, dass jedes Kind einzeln zur Toilette geht. Aber die Klo´s werden von den anderen Gruppen auch mit genutzt, sodas man wahrscheinlich nie ganz ungestört ist. Es gibt zwar Regeln, das man eben zB. die Tür zu lassen soll, wenn einer in der Toilette ist und warten soll, bis der Vorgänger fertig ist, aber in wie weit das funktioniert weiß ich nicht.

Es gibt keine Sitzgelegenheiten in der Toilette, aber die Garderobe ist gleich daneben, sodas er sich dort umziehen könnte. Er könnte das sicher auch im Gruppenraum tun. Da er sehr klein ist, helfen ihm die größeren Kinder auch oft, also das wäre kein Problem.

Viele Grüße und Danke für deine Tipps

Ulli

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14 Jahre 5 Monate her #259 von jbd

Hallo,

bei uns ist das Einnässen gerade auch Thema.... Unser Sohn ist seit dem Frühjar trocken - gewesen muss ich jetzt sagen. Da war er 3. Es hat alles ganz gut geklappt am Anfang. Im Kiga war es am Anfang auch etwas schwierig, er hat es zuerst nicht alleine geschafft, sich die Hosen auszuziehen und wollte sich von der Erziehern aber auch nicht helfen lassen. Irgendwann hat er es aber geschafft, sich rechtzeitig zu melden und helfen zu lassen. Die Betreuer haben wohl öfter gefragt, aber sie drängen die Kinder auch nicht. Wenn eines Hilfe braucht, dann helfen sie - selbstverständlich!
Wenn das in eurem Kiga anders ist, dann ist das traurig genug! Wenn tatsächlich die Gefahr bestünde, dass Ihr deswegen Euren Platz verliert, dann solltest du dich fragen, ob Ihr im richtigen Kiga seid!!!
Nun wieder zu unserem Sohn: irgendwann fing er an, nicht mehr rechtzeitig Bescheid zu sagen, auch zu Hause nicht. Oder wenn man ihn gefragt hat, hat er behauptet, er muss nicht. Das hat sich immer weiter gesteigert - jetzt im Nachhinein weiß ich, dass wir Eltern nicht schuldlos sind. Ich habe mich immer mehr darüber geärgert, dass er nicht rechtzeitg Bescheid sagt. Die Hose war immer öfter nass, ich hatte Berge von Wäsche. Ich habe für den Winter zig Unterhosen gekauft, weil ich mit dem Waschen nicht mehr hinterher kam. Wir haben unserem Ärger auch Luft gemacht gegenüber unserem Sohn - ich konnte einfach nicht verstehen, warum das, was schon mal so gut geklappt hat, jetzt nicht mehr klappt. (Übrigens haben unsere Betreuer ihn natürlich umgezogen - sofern sie bemerkt haben, dass er nass war. Allerdings ist unser Sohn im Naturkindergarten und immer richtig dick eingepackt, da merkt man es wirklich nicht, wenn er es nicht sagt. Und er hat selbst auf Nachfragen verneint...).
Kurz und gut, die Situation ist eskaliert. Jetzt zum Winter hin hat im Kiga immer öfter richtig in die Hose gepieselt, nicht nur einfach zu spät Bescheid gesagt. Dann passierte das auch nachmittags. Eines Tages saß er nur mit Unterhose bekleidet in seinem Zimmer und spielte allein so vor sich hin. Plötzlich kam ein völlig konsternierter Ruf: "Mama, hier ist alles ganz nass?!?!?" Ich schaute nach und er saß in einem See.... In dem Moment habe ich begriffen, dass er es einfach nicht mehr merkt, wenn er muss. Es ist einfach so rausgelaufen. Und dass, nachdem er es monatelang wirklich recht gut geschafft hatte - sogar nachts!
Wir waren beide dieses Thema betreffend wirklich am Ende und so habe ich ihn gefragt, ob er wieder eine Windel anziehen möchte. Ich hatte zwar irgendwo gelesen, dass man das nicht tun sollte, aber ich wußte mir einfach keinen Rat mehr. Ich hatte es ihn schon vor Wochen mal gefragt und er hat es damals schon bejaht. Ich hatte ihm aber damals keine angezogen, weil in dem Artikel stand, dass das ein Rückschritt für das Kind bedeutet. Nur in dieser Situation schien diese Maßnahme mir das einzige, was ich tun konnte. Außerdem war der Rückschritt doch schon da?!
Ich fragte ihn also, und er bejahte! Ich zog ihm eine Windel an und man hörte zwei riesengroße Steine von unseren Herzen plumpsen. Wir waren beide richtig erleichtert und eine Riesenlast war von uns genommen! Unser Sohn hüpfte durch die Wohnung und sang: "ich hab gute Laune, mir gehts gut!" Das hat er weder vorher noch danach jemals gemacht.....
Abends habe ich dann meine Kinderärztin angerufen und die hat mir geraten, ihm eine Windel anzuziehen..... Sie sagte, sie erlebe es immer wieder, dass gerade Jungs, die relativ früh trocken wurden - und 3 Jahre ist früh für einen Jungen - irgendwann wieder "rückfällig" würden, warum auch immer. Es ist nicht ungewöhnlich. Wir sollten ihn jetzt wieder als "Windelkind" behandeln und im Frühjahr einen neuen Versuch starten.

Sein großes Geschäft hat er ins weiterhin ins Klo gemacht. Einmal ging es in die Windel, da hab ich natürlich gedacht, dass brauch ich jetzt nicht mehr. Danach ging es noch ein, zwei Mal in die Windel und mein Mann hat ihn gesäubert. Er hat sich geärgert und aufgeregt - prompt ging es die nächsten Tage auch in die Windel. Dann habe ich meinem Mann nahe gelegt, ruhig zu sein, die Windel zu wechseln und gut. Ich hatte nämlich schon da meine Vermutung, dass wir den Druck auch selbst aufgebaut hatten und unser Sohn diesen Druck eben durchs Einpieseln ablässt. Also, mein Mann ist still beim Windeln und siehe, am nächsten Tag ging das große Geschäft wieder ins Klo :-)

Ich hab mir dann noch ein bisschen Literatur besorgt - ein Buch heißt "Laßt den Kindern mehr Zeit". Der Inhalt dreht sich eigentlich um andere Themen, aber allein der Titel hat mir geholfen, zu akzeptieren, dass mein Junge vielleicht momentan nicht so weit ist, aufs Klo zu gehen.

Ein anderes Buch zum Thema hat mir dann noch schwarz auf weiß klar gemacht, dass wir Eltern auch unser Schärflein zu der Misslage beigetragen haben; dabei habe ich es noch nicht einmal zu Ende gelesen. Außerdem wird dort auch klar gestellt, dass eine perfekte Blasenkontrolle in der Regel erst ab 4 Jahren (körperlich!) möglich ist, und dass das auch "nur" 80% aller Kinder schaffen!!!

Vielleicht konnte ich dir mit meinen Schilderungen ein bisschen helfen. Ich weiß, Eure Situation, Euer Kind ist ganz anders. Aber vielleicht kann es Euch ein bisschen den Druck nehmen! Etwas zu dem Thema lesen ist sicher nicht vekehrt, dass kann unterstützend wirken und entlasten.

Ich wünsch Euch viel Gelassenheit :-)

jbd

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14 Jahre 5 Monate her #265 von LaLuna

Zitat von: jbd

(...) Die Betreuer haben wohl öfter gefragt, aber sie drängen die Kinder auch nicht. Wenn eines Hilfe braucht, dann helfen sie - selbstverständlich!
Wenn das in eurem Kiga anders ist, dann ist das traurig genug! Wenn tatsächlich die Gefahr bestünde, dass Ihr deswegen Euren Platz verliert, dann solltest du dich fragen, ob Ihr im richtigen Kiga seid!!!

Genau das habe ich mich ehrlich gesagt auch gefragt!
Wie Carmen schon schrieb, ist es auch mir völlig unverständlich, dass eine Erzieherin über einen längeren Zeitraum hinweg überhaupt nicht merkt, wenn ein Kind nass ist!
Gerade die Kinder, die neu im KiGa sind, brauchen doch noch etwas mehr Aufmerksamkeit und Zuwendung als die "alten Hasen". Bei uns ist es außerdem so geregelt, dass die Großen, also die Vorschulkinder, so eine Art Betreuerrolle für die Kleinen übernehmen: jedes Vorschulkind bekommt eines der neuen Kinder "zugeteilt", um das es sich kümmert.

Darüber hinaus finde ich es auch nicht gerade ermutigend, wenn die Toilette so ekelerregend ist, wie Du schreibst. Da solltest Du Dich ruhig auch mal an die KiGa-Leitung und an den Elternbeirat wenden, denn ein sauberes Klo ist doch im Interesse aller Kinder und Eltern! Sicher - es gibt immer mal Kinder, die danebenpinkeln oder das Spülen vergessen. Und gerade deshalb finde ich es so wichtig, dass die Erzieherinnen sich kümmern!!! Das scheint in Eurem KiGa leider nicht der Fall zu sein...

Ich wünsche Dir und Deinem Sohn auf alle Fälle viel Glück!

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14 Jahre 5 Monate her #267 von sandrasimone

Hallo Ulli,

Je weniger Du Dich deswegen stressen lässt (von Dir selber) und je lockerer Du das Thema angehst, desto eher wird es wieder klappen.
Vermutlich ist er selber am unglücklichsten darüber.. keinen Stress machen, ab in die WaMa und gut ist.
Wie ist es denn nachts?
Deine Ekeleinstellung zur Toilette ist derzeit auch nicht ideal, um es entspannter anzugehen, ev. kannst Du das versuchen ein bisschen lockerer zu sehen.

Grüße
Sandra

PS Apropos Essen: das ist übrigens ähnlich. Je weniger Stress man macht, je weniger ernst man es nimmt, umso einfacher geht es wieder.

Ein Freund von mir, der viel mit Psychosomatik arbeitet, würde jetzt sagen: MOE? Was will er denn nicht hören?

Frage Dich mal ganz selbstkritisch: was erwartest Du von ihm? Was stresst/ärgert Dich/sorgt Dich? Wie sagst Du es ihm? Und was möchte das Kind?
Vielleicht sagst Du, "verflixt nochmal jetzt ess endlich!", und eigentlich meinst Du, "mensch ich mach mir sorgen dass du sowenig isst, bist du vielleicht krank", und dann sag ihm das doch mal so..

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14 Jahre 5 Monate her #286 von Ulli

Hallo zusammen und erstmal Danke an alle.

Also wir hatten heute ein Elterngespräch, in welchem es auch um das Einnässproblem ging.
Wir haben der Erzieherin unsere Vermutung wegen der verschmutzten Toilette mitgeteilt. Sie konnte das gut verstehen. Sie hat angeboten, die nächsten immer mit ihm mitzugehen und in seiner Gegenwart die Toilette zu kontrollieren und ggf. zu reinigen. Das hat dann heute auch gut geklappt.

Sie hat uns wieder gebeten, die Sache entkrampfter zu sehen. Und das ist ja die Meinung, die auch einige von euch mitteilten. Ich muß da auch an mir selbst arbeiten. Man will es eben manchmal nicht wahr haben, dass gewisse Dinge nicht so laufen, wie man sich das wünscht. Und das frustriert. Außerdem hat man bestimmt Erwartungen an sein Kind, weil man es auch immer mal mit anderen vergleicht, und das ist tötlich schlecht.

Ich hoffe, dass wir es so schaffen. Einfach mal die Anspannung rausnehmen. Ein Freundin riet mir, mal eine Konstitutionstherapie bei einem Homöopathen zumachen. Darüber werde ich mich mal informieren. Vielleicht es ja uns allen etwas.

Ich danke Euch allen sehr und wünsche allen, die ein ähnliches Problem haben, viel Geduld und Kraft.

Viele Grüße Ulli

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14 Jahre 5 Monate her #319 von sandrasimone

Hallo Ulli,

Ich habe noch einen Buchtipp für Dich, der uns auch sehr geholfen hat: Jesper Juul, Das kompetente Kind.

Viel Spass und viele Grüße
Sandra

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