Frage Bandscheibenvorfall - gings jemand ähnlich?

11 Jahre 2 Monate her #9134 von lennon

Hallo Forum,

ich habe seit der Geburt meines Kindes (jetzt 11,5 Monate alt) einen Bandscheibenvorfall. Trotz Krankengymnastik, Akupunktur und Spritzen habe ich immer noch Schmerzen.
Hat jemand einen Tip, was noch helfen könnte bzw. kann mir einen wirklich guten Arzt empfehlen, der auch die Lage einer Mutter (Kind viel heben usw.) versteht? Die meisten Ärzte bisher haben auf mich den Eindruck gemacht, als sei "Elternzeit" gleichbedeutend mit "arbeitslos"..:angry:
Also ich bin für jeden Ratschlag dankbar und bin natürlich auch für alternative Heilmethoden offen.

sil72

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11 Jahre 2 Monate her #9319 von pepper

Hallo,
ja, mir ging es genauso. Ich habe einen Bandscheibenvorfall nach dem letzten Lendenwirbel seit der Entbindung meines Kindes.
Ich habe auch ewig herumdoktern lassen, bis es überhaupt erkannt wurde. Spritzen, Spritzen und Tabletten. Nachdem die Abstände der Schmerzattacken immer kürzer wurden, habe ich den Arzt gewechselt.
War dann endlich bei einem super Orthopäden (Dr. Rembeck, Nymphenburger Str.). Ich habe dann Massagen und Krankengymnastik bekommen. Klar hilft das leider alles nur, wenn man es regelmäßig weitermacht. Ich vernachlässige es auch ab und zu aber wenn es wieder spürbar wird, dann hilft es gleich wenn ich wieder meine Übrungen mache und lindert die Schmerzen.
Dr. Rembeck meinte, wenn es nicht besser wird, gibt es noch eine Methode (erst mal ohne OP), die man dann probieren kann. Frag mich bitte nicht genau was, habe da medizinisch auch keine Ahnung.
Also es gibt noch Hoffnung :-) und er hat auch Verständnis für die einseitige Belastung z.B. durch das Tragen eines Kindes.
Also toi, toi, toi und gute Besserung.

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11 Jahre 2 Monate her #9322 von Carmen

Sil72,

nur als Anregung: Ist der Bandscheibenvorfall sicher diagnostiziert?? Meine Schwägerin hatte eine Symphysendehnung, die ähnliche Symptome hat und unbedingt behandelt werden sollte, um Probleme bei späteren Geburten zu vermeiden.

Ansonsten hilft bei einem echten Vorfall (also nicht nur Vorwölbung) auf Dauer nur eine OP.

Gruß und gute Besserung!

Carmen,
die 3 Vorwölbungen im Hals und eine in der Lendenwirbelsäule hat und deren Orthopäde - selbst Vater 3er Kinder - meinte, ich solle meine Tochter (damals 2) nicht mehr hochheben. Meine Antwort: Leider ist er ja nicht immer dabei, sonst könnte er sie hochheben :-).

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11 Jahre 2 Monate her #9445 von Platypus

Hallo,
Deine Erfahrungen mit Ärzten(= Orthopäden) kann ich nur bestätigen. Hatte letztes Jahr totel überraschend einen BSV in der HWS, der nur auf mein Drängen hin per MRT diagnostiziert wurde. Die zwei Orthopäden, die ich bis dahin aufsuchte, haben meine (ziemlich eindeutigen!) Symptome (Sensibilitätsstörungen in den Fingern, Einschlafen der Finger, Schmerzen) mit einem freundlichen Lächeln als Muskelverspannungen bezeichnet .... Hatte den Eindruck, die denken sich Sachen wie " Unausgefüllte junge Mutter, draußen aus dem anspruchsvollen Beruf und unbefriedigt, sucht jemanden zum Reden". Hat mich echt verärgert ( bin und war total zufrieden mit meiner derzeitigen Mami-Existenz) und seitdem bin ich auf der Suche nach einem Orthopäden, der mir medizinisch helfen kann (habe jetzt, nach der Geburt meines zweiten Kindes vor 4 Monaten Probleme mit der LWS) und nicht nach fünf Minuten aus dem Behandlungsraum verschwindet, nachdem er das x-te Rezept für Krankengymnastik mit der immergleichen Diagnose Muskeldysbalance ausgeschrieben hat. Falls ich einen finde, kann ich es Dir gerne mitteilen...
Viele Grüße
Platypus

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11 Jahre 2 Monate her #9473 von dany1987

Hallo ihr Lieben,

bin zwar keine Orthopädin aber habe selbst die Trainer B Lizens und viele Rückenschul-Kurse besucht.

Finde es total unprofessionell von den Orthopäden, die Aussagen machen wie "nichts mehr heben" etc.
Auch wenn man keine Kinder hat, ist dies im Alltag fast unmöglich einzuhalten.

Versucht es doch mal nicht aus dem Kreuz zu heben, sondern immer tief in die Knie zu gehen und den Po rauszustrecken damit der Rücken gerade bleibt. So entlastet ihr in erster Linie die WS total.
Auch beim Bücken immer darauf achten, dass die WS gerade bleibt und nicht gekrümt ist. Die ganze Belastung der Bewegung und des eigenen Körpers liegt sonst auf der kleinen Bandscheibe und das ist nicht gut wie viele von euch schon gemerkt haben.

Ich weiss, dass eure akuten Bandscheibenvorfälle damit zwar nicht besser werden, aber sie werden auf keinen Fall schlimmer. So hart es auch klingt aber bei akuten Bandscheibenvorfällen helfen keine Behandlungen mehr sondern nur noch eine OP. Bei Vorwölbungen kann dies sogar eine wichtiger Faktor sein, sich nicht zu verschlimmern.

Wünsche euch allen gute Besserung und hoff dass es euch bald besser geht und ihr wieder eine schmerzfreie WS habt.

Grüße eure Dani<br><br>Post geändert von: dany1987, am: 20/09/2006 16:51

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11 Jahre 1 Monat her #9571 von lennon

Hallo Pepper,
danke für den Tip. Ich habe mir die Homepage der Praxis mal angesehen, das sind wohl eher Sportmediziner sprich Fachleute für sportbedingte Verletzungen. Aber du hast dich dort wohl trotzdem gut aufgehoben gefühlt?
Danke für deine Rückmeldung

Sil72

@Carmen: ja, es handelt sich sicher um einen Vorfall.

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11 Jahre 1 Monat her #9682 von Tridchen

Hallo Sil,
hast du schonmal bei deiner Krankenkasse angefragt? Viele Kassen haben mittlerweile gute Berater. Schließlich wollen die ja keine Mitglieder haben, die dauernd krank sind oder von einer sinnlosen Behandlung zur nächsten laufen. Evtl. findest du da Hilfe. Es gab in letzter Zeit einige große Zeitschriftenartikel bzgl. BSV und Rückenproblemen im Allgemeinen. Soweit ich mich erinnere wird die OP nach neuesten Erkenntnissen nicht mehr favorisiert, da sie oft nicht viel bringt bzw. die Sache noch verschlimmert und auch einige Risiken birgt.
Bewegung und Stärkung der Muskulatur ist offensichtlich die einzige Dauerlösung auch wenns viel Zeit beansprucht. Hast du mal an Osteopathie gedacht. Das kann auch helfen, ist aber teuer (70-80 Euro pro Behandlung, die ca. 1 Stunde dauert). Ich hatte vor ca 2 Monaten immer kurzzeitig taube Beine, wenn ich meine Tochter vom Boden hochgehoben habe. Ich hatte dann 3 Behandlungen beim Osteopathen und seitdem hatte ich keine Probleme mehr. Man kann auch Rezepe für Fango und manuelle Therapie beim Osteopathen einlösen. Oft sind nur 2-3 Behandlungen nötig, um einen Erfolg zu erzielen. Gute Besserung wünscht Astrid

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11 Jahre 1 Monat her #9684 von Carmen

Astrid,

was Du beschreibst, funktioniert nur bei einer Vorwölbung (Protursion). Bei einem Vorfall (Prolaps) ist die Bandscheibe "geplatzt" und drückt auf den Nerv. Wenn dies nicht schnell beseitigt wird, dann kann das bleibende Folgen haben, weil der Nerv dauerhaft geschädigt ist. Es gibt inzwischen die verschiedensten minimalinvasiven Methoden. Eine offene OP ist nur noch in eher seltenen Fällen erforderlich. Nach der Beseitigung des "Schadens" an der Bandscheibe ist natürlich eine Stärkung der Rückenmuskulatur und entsprechendes Training angezeigt.

Gruß

Carmen

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