Frage Betreuung im Todesfall

4 Jahre 10 Monate her #105425 von neram_struppi

Mich quält schon seit einiger Zeit folgende Frage:

Angenommen beide Elternteile kommen ums Leben... Gibt es ein Gesetz was besagt, dass in jedem Fall die Großeltern das Sorgegerecht für unsere Kinder bekämen?

Man will es ja wirklich nicht hoffe und allein der Gedanke daran schnürt mir schon ein wenig die Kehle zu... aber ich brauche das Wissen einfach, um selbst zur Ruhe zu kommen. Es wäre für mich unerträglich, wenn meine Kinder in eine Pflegefamilie/Heim kämen.

Unsere Eltern würden mit Sicherheit alles tun, um das Sorgerecht zu bekommen. Sicher ist aber sicher.

Man sollte vielleicht dazu sagen, das wir nicht verheiratet sind und beide das Sorgerecht haben.

An welche Stelle wendet man sich am besten, um diese Unsicherheiten aus dem Weg zu räumen?

Vielen Dank für Eure Hilfe

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4 Jahre 10 Monate her #105427 von KleinesMonster

Ich würde sagen, ein Notar. Der setzt ein entsprechendes Testament auf. Funktioniert natürlich nur mit der Einwilligung der Personen, die dann die Betreuung übernehmen sollen. Und muss in deren Todesfall wieder geändert werden.

Gruß
Julia

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4 Jahre 10 Monate her #105432 von nessi02

Die gleiche Frage hab ich mir auch schon gestellt.

Ich habe beim Jugendamt nachgefragt, die sagten mir, dass man es entweder beim Notar machen kann. Wird dann dort auch aufgehoben, oder man setzt selbst handschriftlich ein Schreiben auf wo die Kinder hinkommen sollen und gibt das dann beim zuständigen Jugendamt ab, da dieses dann auf jeden Fall informiert wird wenn mit beiden Elternteilen was passiert. Sie sagten dass der Wunsch der Eltern schon respektiert wird, aber trotzdem geprüft wird, ob die Kinder dort dann auch gut aufgehoben sind.
Man kann es auch zuhause aufheben, nur falls es jemand anderes in die Hand bekommt und es vernichtet hat man natürlich keine Beweise.

Ich hoffe natürlich dass sowas nie im Leben vorkommt, aber sicher ist sicher....

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4 Jahre 10 Monate her #105434 von Milena

Die Erklärung heißt Sorgerechtsverfügung und kann außerhalb des Testamentes angeordnet werden und muss auch nicht notariell beurkundet werden. Damit kann man erklären, wenn man sich als Vormund wünscht, falls man verstirbt. Das Familiengericht muss dann an sich dem Wunsch der verstorbenen Eltern entsprechen, es sei denn, dass erhebliche Zweifel an der Kompetenz des vorgeschlagenen Vormundes bestehen.
Einfach mal den Begriff googlen bzw. hier schon mal ein Link:
www.familie-kompakt.de/artikel/erstellun...echtsverfuegung.html

Milena

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4 Jahre 10 Monate her #105435 von neram_struppi

Vielen Dank. Dann werde ich das als nächstes in Angriff nehmen.

LG
neram_struppi

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4 Jahre 10 Monate her #105443 von Meike

Hallo,
Du kannst das ganze als handschriftliches - auch gemeinsames - Testament festlegen. Du musst dabei halt auf die Formvorschriften achten. Vorteil, wenn Du es nicht bei Gericht hinterlegst, ist, dass Du es auch kurzfristig wieder ändern kannst. Ein Notar hat mal empfohlen, gleich eine Liste mit mehreren Personen festzulegen, also wenn der erste auf der Liste nicht kann, dann ist der nächste dran. Du kannst auch zum Beispiel die Vermögenssorge oder Gesundheitsfürsorge getrennt festlegen.
Hoffentlich tritt der Ernstfall nie ein, aber ich denke das sind wir unseren Kindern schuldig uns auch um so etwas rechtzeitig zu kümmern.
lg Meike

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4 Jahre 10 Monate her #105447 von kala2006

Ich habe das damals gleich im Zuge des Testaments vom Notar mit machen lassen. Somit ist es dort hinterlegt. Wenn mans beim Jugendamt abgibt, muss man natürlich auch dran denken, dass beispielsweise nach einem Umzug meist ein anderes Jugendamt zuständig ist (außer man zieht nur ein paar Meter weiter...).

Hab selber erleben müssen, wie schnell alles vorbei sein kann und im Zuge einer lebensbedrohlichen Erkrankung schon mit 25 alles geregelt. Wir konnten dann alle - zumindest diesbezüglich - ein bisschen besser schlafen.

Ich kann dich nur bestärken, das zu regeln, wenn es dich beschäftigt.

Beste Grüße,
kala



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