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Re:Mütter auf Jobsuche - Mitarbeiter 2. Klasse?! - 30.01.2007 21:11 So und nun mein Senf...

Ich habe 2 Kinder, 2 Jungs von 3 Jahren und 4 Monaten, und ich fange am Donnerstag den 1. Feb. wieder TZ an zu arbeiten.

Als ich vor ca. 5 Jahren anfing war ich kinderlos und habe viel Engagement in der Firma geleistet. Nach 2 Jahren bekam ich meinen1. Sohn meinem AG hat das gar nicht gepasst, aber was soll´s. Nach ca. 11 Monaten bekam ich einen Anruf von meinem Teamleiter ob ich doch nicht ein bischen anfangen will zu arbeiten (Großkunde hatte nach mir Persönlcih gefragt, ob ich den ihr Team unterstützen könnte), da ich so wieso wieder Lust hatte, fing ich erst 1 Tag die Woche und dann 2 Tage usw. dass ich nach 2 Monaten direkt 25h/Woche anfing und das hat mir so gut gefallen. Mein Sohn wurde von meiner Mutter betreut, da ich keinen Krippenplatz bekam. Ich war flexibel, engagiert und motiviert. Wenn mein Sohn krank wurde blieb ich halt zu Hause und habe mein Stunden dann wieder aufgebaut, wenn er halt wieder gesund war. Muss dazu sagen, dass ich äußerst flexible Arbeitstunden habe, die ich mir fast 100% selber einteilen kann, ist halt Projektbezogen.

Bei meinem 2. Sohn habe ich fast bis zum Schluß der SS gearbeitet und auch gleich angekündigt nicht lange weg zu bleiben, da ich einfach gerne arbeite und die Trennung meiner Kinder in dieser Zeit uns allen zu Gute kommt. Wir freuen uns aufeinander und genießen die Zeit intensiver.

Mein Chef ist sehr erfreut, dass ich wieder anfange und ist bereit die Tagesmutter (falls sie nicht wirklich abspringt bzw. Betreuungskosten für Krippe) vollständig zu übernehmen, bis dahin wird Mini von der Oma betreut und Junior ist im KiGa. Muss dazu sagen, dass auch beide Omas im Krankheitfall einspringen würden, falls es länger dauert, ganz in meinem Ermessen.

Mein AG ist sehr mitarbeiterorientiert und innovativ, d.h. er kümmert sich um die Belange der Mitarbeiter und schaut wie es ein gutes und gesundes Miteinander wird, u.a. Betreuungskostenübernahme.

OK, ich habe den Vorteil einen netten und kinderfreundlichen AG zu haben, aber das zeigt es geht auch anders und noch einen grossen Vorteil noch dazu, dass die Oma sehr gerne einspringt.

by the way: Ich habe hier schon einen Suchanzeige für einen supercoolen TZ-Job angezeigt und die Resonanz war mehr als Bescheiden. Wirklich nur 1 einzige Person die wirklich Interesse gezeigt hat. Warum ???

Also was soll dann das. Da ich TZ arbeite und der Kunde aber VZ jemand bräuchte, teilt er es eben in 2 TZ-Jobs ein, und ist kinder- und frauenfreundlich, innovatives Unternehmen, ....

Könnt Euch ja wieder bei mir melden, bei Eignung würde ich diese Bewerbung weiter leiten. Also Mamas die TZ arbeiten wollen, meldet Euch doch. Wir suchen noch jemand wie Euch, technische Verständnis vorausgesetzt
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Re:Mütter auf Jobsuche - Mitarbeiter 2. Klasse?! - 31.01.2007 08:26 hallo mealuna,
sorry, stimmt war der Stadtrat, aber nicht einstimmig. Ich kenn einige (Väter und Mütter) aus dem Stadtrat und die waren bei der Entscheidung nicht gerade erfreut.
Ich kann diese Entscheidung auf der einen Seite verstehen, weil
a) Kinder/Eltern einen Platz bekommen haben, obwohl eine der beiden Elternteile zu Hause und definitiv nicht arbeiten gehen und
b) damit die, welche eine Job haben in Röhre geguckt haben.
Nur, wenn man sich den Anmeldebogen anschaut, steht ja unten zum ankreuzen: ist alleinerziehen/beide Berufstätig etc. und dann noch soziale Fälle. Sollen jetzt die letzten rausfallen, weil die Eltern/Mutter/Vater nicht Erwerbtätig sind? Es geht eh immer zu Lasten der Kinder.
Die Buchungszeiten finde ich aber ganz okay. Man zahlt nur, was man bucht!
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Re:Mütter auf Jobsuche - Mitarbeiter 2. Klasse?! - 31.01.2007 10:30 @ Mari

wollte dir eine PN schicken aber irgendwie funktioniert der Link nicht.
Habe grosses Interesse an einen TZ JOb, was für technische Kenntnisse muss man für diesen Job genau haben?
Kannst du mir bitte kontaktieren via PN (vielleicht funtioniert es bei dir?) oder per E-Mail?

Danke im Voraus und viel Erfolg morgen beim arbeiten!
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Re:Mütter auf Jobsuche - Mitarbeiter 2. Klasse?! - 31.01.2007 10:38 Hallo,

Ich bin auch der Meinung, dass ein Krippenplatz vor allem berufstätigen Müttern zugute kommen soll, insofern verstehe ich die Stadt.
In der Praxis ist das aber nicht so einfach, wie ich an meinem Beispiel zeigen kann:

Ich habe mich für die Krippe im April 2003 angemeldet, als ich mit meiner Tochter schwanger war. Sie wurde im Juni 2003 geboren, 1 Jahr später (Juni 2004) habe ich wieder zu arbeiten begonnen, allerdings ohne Krippenplatz - mein Mann und meine Tante übernahmen an 2 Tagen die Betreuung.
Im April 2005 habe ich dann eine Zusage für einen Krippenplatz ab Herbst 2005 bekommen und den Platz auch angenommen. Ich hatte die Absicht, mehr zu arbeiten, wenn meine Tochter in der Krippe ist. Ein paar Monate später wurde ich allerdings wieder schwanger - das 2. Kind war zwar geplant, aber ich hatte nicht damit gerechnet, dass es so schnell klappt, nachdem es beim Ersten auch länger gedauert hatte...
Im Oktober kam dann meine Tochter in die Krippe - und da musst ich feststellen, dass es eigentlich unmöglich ist, die Eingewöhnung in der Krippe zu machen, wenn man schon einen Job hat. Bei meiner Tochter hat die Eingewöhnung ca. 1 Monat gedauert und ich musste viel Urlaub nehmen.
Meine Tochter war ca. 1/4 Jahr in der Krippe, bevor mein Mutterschutz anfing. Aber hätte ich den Krippenplatz wieder zurückgeben sollen, nachdem sich meine Tochter endlich eingewöhnt hatte? Ich war dann auch froh, dass ich Zeit für das Baby hatte, während die Große in der Krippe war.

Ínzwischen ist mein Sohn fast 1 Jahr alt, ich arbeite wieder, habe aber natürlich noch keinen Krippenplatz...

Viele Grüße
Antje
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Re:Mütter auf Jobsuche - Mitarbeiter 2. Klasse?! - 31.01.2007 11:11 Hallo!
gibt es bei euch keinen Geschwisterbonus. Bei unserer Krippe (städtisch) kommen Geschwisterkinder rein. Die haben vorrang! Zumindest sagt das unsere Leitung.
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Re:Mütter auf Jobsuche - Mitarbeiter 2. Klasse?! - 31.01.2007 12:06 um nochmal auf eigentliche thema (also nicht die krippenplatz-vergabe) zurückzukommen:

die betreuung kranker kinder können sich ja beide elternteile teilen, damit wäre der AG der mutter dem des vaters gegenüber nicht benachteiligt.

wie schon richtig gesagt wurde: bei den männern wird niemand gefragt, wie er seine kinderbetreuung regelt. warum dann die frauen?
vielleicht weil es einfach immer noch üblich ist, dass die mütter daheim bleiben, wenns mal "brennt"?
liegt das nun an den müttern, an den vätern oder an den arbeitgebern?

ich denke: an allen! vielleicht sollte da mal ein umdenken anfangen.

immerhin haben wir in deutschland eine regelung, an die man im ausland nicht mal denken würde. wir sollten mal die möglichkeiten nutzen. in spanien z.b. fragt niemand, ob die mütter teilzeit arbeiten wollen und wo sie ihre kinder unterbringen. dort ist die vollzeittätigkeit von müttern nicht nur üblich, sondern meist auch wirtschaftlich nötig. da gehts uns dann im grunde doch noch ganz schön gut, sofern wir einen teilzeitjob haben, denn wir vielleicht noch nicht mal aus finanzieller sicht haben müssen,oder??? (ich meine jetzt natürlich nicht die, die wirklich arbeiten müssen!)

mary
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Re:Mütter auf Jobsuche - Mitarbeiter 2. Klasse?! - 31.01.2007 13:29 Hallo,

Ich glaube auch daß das Hauptproblem unsere Denkweise ist und zwar die Denkweise der Männer, der Arbeitgeber aber auch der Frauen. Das Betreuungsangebot (was in Deutschland wirklich miserabel ist) ist zwar eine Vorraussetzung um die Vereinbarkeit von beruf und familie zu gewährleisten aber diese Vereinbarkeit muss erstmal gewünscht werden!
Ich wohne zum Beispiel ausserhalb von München. KIGA hat Plätze und halbwegs vernünftige Öffnungszeiten (7-16h). Krippe gibt es keine weil die Nachfrage nicht ausreichend ist. Die meisten meiner Nachbarinnen verstehen nicht warum ich arbeiten gehe (weil ich es finanziell nicht unbedingt müsste). Für einen Großteil der deutschen Bevölkerung ist es immer noch selbstverständlich, dass die Frau sich um die Kinder kümmert, speziell wenn sie krank sind, oder wenn es darum geht, sie zu diversen Aktivitäten zu fahren, etc... Die Arbeitgeber sind so erzogen worden und gehen deshalb selbstverständlich davon aus, dass die Frau deshalb häufig fehlen wird. Die kennen ja nichts anderes. Und was der Mensch nicht kennt, macht ihm Angst und bevor er ein Risiko eingeht, nimmt er alt der Mann egal ob Kinder oder nicht.
Es ist in der Tat schade, dass keiner danach fragt wer zum Beispiel gefährliche Sportarten treibt (ist genau so ein Risiko, hatten hier in der Fa schon sehr oft sehr lange Ausfälle aufgrund von Motorradunfällen).
Was das Thema Gleichbehandlungsgesetz angeht muss man aufpassen: es entsteht nur dann eine Benachteiligung wenn bei exact gleicher Qualifikation zum Beispiel die Frau nicht genommen wird. Und das wird denke ich das schwierige bei der Umsetzung des Gesetztes genau die gleiche Qualifikation nachzuweisen, weil es eben extrem selten ist, dass man die gleichen Vorraussetzung mitbringt. Ich bin mir sicher, dass es diese Benachteiligung gibt, weil es eben risikoreicher ist eine junge Frau (potenzielle Mutter) oder eine Mutter zu beschäftigen, weil es momentan so ist, dass die Mutter meistens ausfällt und nicht der Vater.
Ich arbeite vollzeit, habe ein sehr interessanter Job, habe die perfekte Tagesmutter und auch wenn es stressig ist, lässt sich das alles sehr gut organisieren. Das ganze konnte ich nur umsetzten, weil ich nach 6 Monate wieder angefangen habe (mit 24 Stunden) und nach einem Jahr wieder Vollzeit gearbeitet habe. Das Ganze war mit dem Arbeitgeber frühzeitig absprochen (vor der Geburt schon mit entsprechender Alternativen falls gesundheitliche Probleme aufgetreten wären). Darüber hinaus habe ich einen Telearbeitsplatz so dass ich im fall von Krankheit von meiner Tochter daheim arbeitsfähig bin. Hört sich alles super an, war aber ein ganz schön Stück Arbeit das so zu organisieren und es hat nur geklappt weil ich lange in der Firma war und deshalb wusste mein Chef was er an mir hatte.
Es gibt einfach noch zu wenig berufstätige Mütter, damit es allen bewusst ist, dass das Ganze für alle funktionnieren kann. So ein Umdenken braucht seine Zeit. Und dieses Umdenken muss bei allen passieren. Ich kenne viele Mütter, die nie und niemals ihren Mann fragen würde, bei dem kranken Kind zu bleiben oder früher nach Hause zu fahren, um das Kind abzuholen. Ich tue es und nur deshalb klappt's.
So und jetzt noch ein paar Worte zu Frankreich weil ich französin bin und die Bemerkung von Chiaria ziemlich unqualifiziert war. Dieses Umdenkprozess, der hat schon in der 50er Jahren aus wirtschaftlichen Gründen stattgefunden. Die Frauen mussten arbeiten. Es ist klar, dass in 50 Jahren ein geeigneter Betreuunssystem aufgebaut worden ist und dass eine berufstätige Mutter keine Ausserirdische mehr ist. Diese Geschichte mit den Antibiotika hat damit überhaupt nichts zu tun!!! Genau wie in Deutschland hat man mittlerweile erkannt, dass die generelle Verabreichtung von Antibiotika vor ein paar Jahren dazu geführt hat, dass die Viren resistent geworden sind. Als ich klein war, hat der Artz einfach Antibiotika verschrieben, weil die Medizin der Meinung war, dass es das beste war. Niemand in Frankreich würde heute sein Kind unnötig mit Antibiotika voll stopfen, nur damit er schneller wieder in die Arbeit gehen kann!!!
So jetzt ist es aber ewig lang geworden.
Eine letzte Frage: ich würde jederzeit auf das Elterngeld verzichten, wenn dafür in geeigneter Kinderbetreuungseinrichtungen investiert würde, was ist mit euch?

Gruss,
christelle
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Re:Mütter auf Jobsuche - Mitarbeiter 2. Klasse?! - 31.01.2007 16:18 @möfftöff:

Doch es gibt eine Geschwisterregelung in der Krippe. Die gilt aber nur, wenn das ältere und das jüngere Kind mindestens 3 Monate zusammen in der Krippe sind. Ich hätte im letzten Jahr auch für meinen Sohn einen Krippenplatz bekommen. Da meine Tochter seit letztem September im Kindergarten ist, hätte ich ihn aber spätestens im Juni in die Krippe geben müssen. Da war er aber erst 3 Monate alt, so früh wollte ich ihn dann noch nicht in die Krippe geben - auch weil ich noch voll gestillt habe. Also habe ich den Platz abgesagt und damit bin ich wieder auf der ganz normalen Warteliste - mit Wartezeiten von 2 Jahren oder länger.

Gruß Antje

Post geändert von: antjerm, am: 31/01/2007 16:25
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Re:Mütter auf Jobsuche - Mitarbeiter 2. Klasse?! - 31.01.2007 17:18 Aha!
Das kenne ich nicht so. Meine Kleine kommt im September in den KiGa und das nächste im November in die Krippe. Vielleicht handhaben das die Leitung jeder anders.

Jetzt auch mal zum Thema "kranke Kinder". Bei Ehepaaren bzw. Paare mit geteiltem Sorgerecht, hat ja jeder pro Kind 10 Tage Krankheitstage für das Kind, max. 25 Tage für alle Kinder gesamt bis 12 Jahre. Hat man mir jetzt auch mal erklärt. Ist ja auch bei uns so. Aber meiner -ehrlich- würde keinen Tag zu Hause bleiben, weil ja sonst seine Arbeit liegen bleibt und es kein anderer machen kann... aber bei mir ist das ja anders...
Das ist von Seiten mancher Väter ziemlich unfair. Bei uns waren die Kids jetzt meisten am WE oder in Ferien krank, wenn wir eh Urlaub hatten .
Nur sein AG würde auch nicht mosern, wenn er zuhause bliebe. Wir haben zufällig den gleich AG
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Re:Mütter auf Jobsuche - Mitarbeiter 2. Klasse?! - 01.02.2007 20:07 ich denke letztlich kommt hier eines klar raus: wir mütter müssen von unseren männern einfach mehr an kinderbetreuung einfordern, anders geht es nicht. und auch mal akzeptieren, dass er irgendwas anders und vielleicht nicht so schön macht wie wir...
lg
simone
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Re:Mütter auf Jobsuche - Mitarbeiter 2. Klasse?! - 01.02.2007 20:13 ...und manches können sie sogar besser als wir .
man muss sie nur mal lassen und nicht alles besser wissen. das fällt vielen mamis nämlich ganz schön schwer


mary
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Re:Mütter auf Jobsuche - Mitarbeiter 2. Klasse?! - 29.07.2007 13:39 Hi an alle, hi Chiara,

in den USA ist der Zustand, weiblich zu sein und ein kleines Kind zu haben ein positives Einstellungskriterium! Junge Mütter gelten als gut organisiert, schnell und rational arbeitend, werden deshalb lieber genommen als z.B. irgendwelche verschlafene männliche Singles. Somit eine umgekehrte Diskriminierung der lieben Männer in den USA.

Hier in Deutschland müssen sich die Männer ja keine Sorgen um die Frage im Vorstellungsgespräch machen, wie sie denn ihr krankes Kleinkind betreuen wollen, wenn sie einen Vollzeitjob haben wollen. Und warum sie denn überhaupt einen Arbeitsplatz möchten, verdienen denn ihre Frauen nicht gut genug, um die ganze Familie mit Geld versorgen zu können??? Warum wollen sie denn als verantwortungsbewusste Väter nicht lieber zu Hause bleiben, und sich um die Kinder kümmern, wenn die Frau schon arbeitet - wozu haben sie, die Männer, denn überhaupt Kinder in die Welt gesetzt??? Sind sie sich ihrer Pflicht denn nicht bewusst???

Ihr seht an dieser absurden biologistischen Diskussion, dass es wirklich langsam egal sein sollte, welches Geschlecht ein/e Bewerber/in hat. Aber besonders in Deutschland leben wir ja diesbezüglich noch im Mittelalter.

Ich werde bei der Jobsuche VERSUCHEN meine Familiensituation zu verschweigen. Eine Freundin hat mich auf die Idee gebracht - sie gibt seit Jahren bei der Jobsuche nicht mehr an, dass sie zwei Kinder hat. Sie ist Amerikanerin, Akademikerin und findet die deutschen Personalchef einfach nur lächerlich.

Sie sagt, wie sie die Kinderbetreuung regelt, ist ihre Sache und geht die Arbeitgeber gar nichts an. Ihr letztes Vorstellungsgespräch war bei einer englischen Personalchefin, die einen deutschen Untergebenen dabei hatte. Er sprach recht bald die Kinderbetreuung an. Die Personalchefin hat ihn abgewürgt. Solche Fragen gelten in einigen Ländern als diskriminierend - zu Recht! Den Vollzeitjob hat meine Freundin bekommen. Ihre Kinder sind in einer Ganztagsschule. In der Krippen- und Kindergartenzeit hatte sie für Engpässe, Krankheiten und natürlich für ihre Abend-Überstunden ein Au-Pair (was man sich natürlich leisten können muss).

Jetzt werden wieder einige sagen - was, die hat zwei Kinder und macht manchmal Überstunden??? Frage an euch: würdet ihr das auch den Vater der Kinder fragen? Warum ist es bei Menschen mit einem "Dingdong" zwischen den Beinen immer noch leichter zu akzeptieren, dass sie ganz normal arbeiten? Und bei den Menschen ohne "Dingdong" (=Frauen), nicht???

Wie ihr seht, werde ich schon wieder polemisch. Mir reicht's halt einfach mit dieser mittelalterlichen Diskussion in Deutschland. In anderen, wenn auch wenigen, Ländern würde man auf so eine Herunterreduzierung der Frauen auf ihr biologisches Geschlecht nur verständnislos mit dem Kopf schütteln.
Viele Grüße,
Mammma
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Re:Mütter auf Jobsuche - Mitarbeiter 2. Klasse?! - 29.07.2007 13:49 Christelle,
deinen Beitrag und deine französische Perspektive in der Diskussion finde ich sehr interessant zu lesen! Ich würde auch sofort auf das doofe Elterngeld verzichten, wenn es dafür einen sicheren, ev. sogar billigen oder kostenlosen Betreuungsplatz gäbe. Das Elterngeld ist immer noch eine ideologische Einrichtung: Frau - ins Heim, Mann - in die Welt.

Ich finde, wenn Mann/Frau ein Luxus-Dasein ohne Arbeitsleben führen kann, weil Partner/in ausreichend Geld verdient - oder beide nicht arbeiten müssen, weil sie von ihren Immobilien/Aktien/Familienerbe leben können (das solls ja auch geben), dann muss das nicht auch noch mit Elterngeld subventioniert werden ...
Viele Grüße,
Mammma
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Re:Mütter auf Jobsuche - Mitarbeiter 2. Klasse?! - 30.07.2007 12:05 Hallo,

ich habe einen Arbeitsplatz im öffentlichen Dienst und lasse mich nicht so leicht wegmoppen. Jedoch ist es auch für mich nach vier Jahren Schikane fast nicht mehr auszuhalten. Ich habe gleich nach dem Mutterschutz wieder gearbeitet und meinen alten Arbeitsplatz behalten. Von den Leuten, die ich betreue gab es nie Beschwerden und ich schaffe meine Arbeit gut. Doch nun sind Kolleginnen und Kollegen ohne Kinder, die mich früher sogar angesprochen haben, warum ich auch dann in die Arbeit gehen würde, wenn es mir nicht so gut ginge und warum ich denn keine Mutter-Kind-Kur beantragen würde, dauernd krank und wenn sie da sind beim Kaffetrinken. Logischerweise schaffen diese Leute ihre Arbeit nicht mehr, obwohl sie schon dauernd entlastet wurden. Nun soll ich für diese Leute, die überhaupt nicht arbeiten wollen, auch noch die Arbeit mitmachen. Da ich mich geweigert habe, teilte mir der Bereichsleiter mit, dass ich nun keine Wohnraumarbeit mehr bekommen würde und die Wohnraumarbeit vom Gesundheitszustand meiner Kollegen abhängig sei. Wörtlich sagte er: "Dass Sie Ihre Arbeit machen genügt nicht, denn wir haben einen Pool mit nichterledigter Arbeit im Sachgebiet." Soll soll ich nun erpresst werden, in meiner Freizeit die Arbeit zu erledigen, die andere nicht tun wollen.

Viele Grüße

Marianne
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Re:Mütter auf Jobsuche - Mitarbeiter 2. Klasse?! - 30.07.2007 12:35 also ich habe ähnliche Erfahrungen gemacht und bei mir war auch noch die Schwierigkeit, daß ich allein Erziehend bin.
Zum Schluß war ich so weit, daß ich im Lebenslauf keinen Familienstand mehr angegeben habe. Mal ehrlich - interessiert das jemanden, wenn ich meinen Job ordentlich mache. Bin ich dann beim Gespräch darauf angesprochen worden, was selten der Fall war, dann habe ich ehrlich geantwortet. Meine Tochter ist ganztägich untergebracht und im Notfall wären die Großeltern zur Stelle. Das hat die meisten AG beruhigt.
Ich habe nun eine Stelle und bin sehr glücklich und mein Chef steht voll hinter mir, wenn meine Kleine mal krank ist. Habe aber auch signalisiert, daß ich auch dann mal von zuhause aus arbeiten kann.
Vielleichst solltest Du auch in diese Richtung argumentieren.
Viel Glück bei Deiner weiteren suche
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Re:Mütter auf Jobsuche - Mitarbeiter 2. Klasse?! - 30.07.2007 23:31 Hallo zusammen !

Was haltet ihr von dieser Lösung : Bei allen Familien wo es irgendwie geht nehmen die Männer die Elternzeit - das würde langfristig am meisten bringen, meine ich. Das problem ist halt das Geld, ich verdien halt auch 1000 Euro weniger, sonst hätten wir die Zeit halbiert.
Warum lügt ihr nicht die Arbeitgeber an, ihr hättet eine oder zwei Omas in der Nähe ? Wie mein Kind betreut ist, ist doch meine Sache und mein Problem , oder ? Nachher ist die Oma halt weggezogen, kann ja passieren, so ein Pech aber auch. Die sollen sich doch nicht meinen Kopf zerbrechen, geht die nix an, wie ich und meine Familie das lösen, da wär ich jetzt nicht so zimperlich - die sinds ja auch nicht

Monika
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Re:Mütter auf Jobsuche - Mitarbeiter 2. Klasse?! - 31.07.2007 13:15 Hihi, Moka, gute Idee! Wenn mein Arbeitgeber dann doch fragen sollte, ob ich Kinder habe (was ich im Bewerbungsgespräch erst mal verschweigen werde), dann erzähle ich, dass wir beide Omas vor Ort haben (was nicht stimmt), und beide nicht arbeiten müssen! Du hast völlig Recht, die Arbeitgeber denken ja auch nur an sich, so werde ich es auch halten! Viele Grüße,
Mammma
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Mütter auf Jobsuche - Mitarbeiter 2. Klasse?! - 29.07.2010 12:51 Nach unglaublichen Aussagen, die mir Arbeitsagentur und Jobvermittler/Fortbilder gesteckt haben (Sie sind ja immer noch im gebärfähigen Alter, das kann schwer werden, eine Arbeit zu finden!), möchte ich diesen thread gerne wieder aufleben lassen!

Wer ist hier noch Mitte dreißig mit Kind(ern) und hat keinen Arbeitsplatz, an den sie zurückkehren kann?
Verschweigt ihr in der Bewerbungsmappe euren Familienstand/eure Kinder?
Was sind eure Erfahrungen bei Vorstellungsterminen? Wofür muss fraumitkind gewappnet sein?
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Re:Mütter auf Jobsuche - Mitarbeiter 2. Klasse?! - 29.07.2010 20:58 sehr interessant!!!
Bin selber bald "betroffen", da ab Herbst meine 2. Tochter in den Kiga kommt und ich mir einen Halbtagsjob suchen möchte... Bin vom Aufgabengebiet und sogar teilweise der Bezahlung "flexibel" (d.h. auch unter früherem Niveau!), aber möchte was, das zu meinem derzeitigem Familienleben passt.
Ich möchte meine Kinder "nur" bis 14h im Kiga lassen. Ich finde, das ist für die Kinder schon wirklich "anstrengend" genug, und Nachmittags möchte ich dann auch noch (zumindest derzeit) "Einfluß" auf meine Kinder haben. Da verzichte ich gerne noch eine bißchen auf Karriere und Geld (was ich auch brauchen könnte), aber arbeiten muß ich dann eh noch 30 Jahre...
Bin gespannt auf andere Erfahrungen und gerne auch Tipps!
lg sunnilein
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Re:Mütter auf Jobsuche - Mitarbeiter 2. Klasse?! - 02.08.2010 18:30 Hallo Whatever, ich wollte den Thread nicht unbeantwortet lassen, deshalb hier etwas spät meine bisherigen Erkenntnisse. Ich bin selbst seit 2 Monate arbeitssuchend, habe mich aber schon länger damit beschäftigt und auch eine Betreuung zur Seite. Zu Deiner Fragen:
- man sollte im Anschreiben angeben, dass man eine TZ-Stelle sucht. Das Problem ist, wenn man es nicht tut, dass man falsche Angaben macht und u.U. später ein Vorgesetzter und eine Personalabteilung viel Zeit investiert haben, die sie sonst nicht investiert hätten. Die sind dann evtl. ziemlich sauer! Das ist ja nicht das, was man will ...
- man kann vor der Bewerbung anrufen, und fragen ob die Stelle auch TZ-Fähig wäre. Damit hat man schon einen Anknüpfungskontakt und kommt ins Gespräch. Wichtig ist dann natürlich, dass unmittelbar nach dem Telefonat die Bewerbung kommt, sonst sieht das komisch aus.
- Du musst Dir schon eine positive Einstellung zurechtlegen. Es gibt mit Sicherheit einen AG der Dich gerne einstellen möchte. Du musst ihn nur finden, und das kann halt ein bisschen länger dauern. Man darf auch nicht diese ständigen Negativ-Aussagen machen oder sogar persönlich beleidigt sein, wenn man eine Absage bekommt. Einfach anrufen und nach den Gründen fragen, wenn das Arbeitsgebiet trotzdem passen würde, fragen ob man in einiger Zeit wieder anrufen darf, vielleicht ergibt sich ja mit der (anderen) Neubesetzung ein Engpass oder diese springt ab oder so ...
- ganz wichtig ist, dass das eigene Profil gut ist und zur Stelle passt, auf die man sich bewirbt. Das ist in München deutlich einfacher als hier bei mir auf dem Land (da gibt es nämlich nicht so viele Stellen ....)
- Du könntest Deine Qualifikation erhöhen, zb mit dem erlernen einer Sprache oder mit weiteren Kursen an der VHS
- Immer die Stellenanzeigen studieren! Es gibt so ein paar Firmen die schreiben immer wieder TZ-Stellen aus, wenn dann da eine dabei ist, die auf Dich passt, musst Du halt sofort zur Stelle sein und mit einer glänzenden Bewerbung trumpfen!

Überhaupt, die Bewerbung: Hast Du Deinen Lebenslauf fertig, hast Du alle Zeugnisse und Zertifikate gescannt, hast Du ein letztes, aktuelles Arbeitszeugnis? Diese ganzen Sachen zusammenzusuchen und zusammenzustellen, benötigt sicher min. 2 Wochen. Dann solltest Du Dich einfach mal auf die ein oder andere Stelle bewerben, damit Du das mit dem Anschreiben übst und im Schwung bist. Und dann halt hartnäckig bleiben!

Ich kann selbst noch nicht berichten, dass ich einen Job gefunden habe, aber ich habe in den letzen 2 Monaten vier Bewerbungen geschrieben und sogar eine Personalerin davon fand mich ganz interessant und behält meine Bewerbung für evtl. später! Das ist doch schon mal was! Das ist aber leider noch keine Garantie, dass ich im nächsten halben Jahr einen Job bekommen ....

Ich habe festgestellt, dass so einige Mütter "jammern" und so gerne einen Job haben wollen, aber wenn man sie fragt, dann wissen sie nicht wo und was sie arbeiten wollen, geschweige denn haben eine Bewerbung die sie vorzeigen können! Das wirkt dann ein bisschen komisch, so als ob diese eigentlich doch nicht arbeiten wollen!

Jetzt zum Vorstellungsgespräch: erstmal eingeladen werden ... dann sich gut vorbereiten und sich nicht verstellen. Wenn in Deiner Bewerbung schon das mit der TZ drinsteht, dann wird da meiner Meinung nicht mehr darauf eingegangen, schließlich ist ja klar, dass die Kinderbetreuung geregelt sein muss. Es ist allerdings wichtig, wieviel Stunden Du zu welchem Gehalt arbeiten willst ..... auch darüber musst Du Dir klar sein.

Schade, dass Du Dir so doofe Sprüche vom Arbeitsamt hast anhören lassen müssen, das darf eigentlich nicht sein!
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